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  • Bund
  • Teure Imagepflege
06.01.2023

Teure Tipps zum Sparen

83 Mio. Euro für Energiesparkampagne mit unklarer Wirkung

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Aktuelle Entwicklung

Bund. Rund 38,3 Mio. Euro hat die Kampagne „80 Mio. gemeinsam für Energiewechsel“ mit Stand Dezember 2022 in diesem Jahr gekostet. Dies teilte das Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz auf BdSt-Anfrage mit.

Damit blieben die Ausgaben leicht unter dem maximal veranschlagten Betrag. In den Jahren 2023 bis 2025 stehen jedoch weitere Mittel für die Kampagne zur Verfügung – jährlich bis zu 15 Mio. Euro, wie die BdSt-Anfrage weiterhin ergab. Insgesamt könnte die Kampagne demnach bis Ende 2025 mehr als 83 Mio. Euro kosten.

Finanziert wird die Kampagne in diesem und den kommenden Jahren übrigens aus dem „Klima- und Transformationsfonds“ – einem Sondervermögen des Bundes, das in den vergangenen Jahren überwiegend durch neue Schulden des Bundes, aber auch aus den Einnahmen der CO2-Bepreisung gespeist wurde.

Was ist passiert?

Bund. Um den Energieverbrauch zu reduzieren und die Erneuerbaren Energien schneller auszubauen, hat die Bundesregierung eine außergewöhnlich teure Informationskampagne gestartet. Dabei ist der handfeste Beitrag der Kampagne zu den erklärten Zielen unklar.

Fraglich ist auch der Neuigkeitswert der ein oder anderen Information der Kampagne. So heißt es beispielsweise: „Reduzieren wir unsere Duschzeit auf höchstens fünf Minuten und senken die Wassertemperatur etwas, sparen wir nicht nur Warmwasser, sondern auch Energie.“ Das dürfte die wenigsten Bürger überraschen.

Eher dürften sich die Steuerzahler überrascht die Augen reiben, dass diese und weitere „Empfehlungen zum Energiesparen und der Steigerung der Energieeffizienz“ bis zu 40 Mio. Euro kosten werden – alleine in diesem Jahr. Das ergab eine Anfrage des BdSt beim zuständigen Bundeswirtschafts- und Klimaschutzministerium (BMWK). Konkret beliefen sich die Kosten für die laufenden Medieneinsätze Mitte November 2022 bereits auf rund 28 Mio. Euro. Weiterhin ergab die Anfrage, dass die „Informations- und Aktivierungskampagne“ „80 Millionen gemeinsam für Energiewechsel“ (www.energiewechsel.de) bis Ende 2025 angelegt ist. Die Ausgaben dürften also weiter steigen.

Nun steht außer Frage, dass Energiesparen eine sinnvolle Sache ist – und in Zeiten der Energiekrise umso mehr. Aber was genau bringt die außergewöhnlich teure Kampagne? Sie soll nach Angaben des BMWK zum Mitmachen motivieren, die „Tipps und Vorschläge“ seien ein „wichtiger Baustein u.a. zum kurzfristigen und niedriginvestiven Energiesparen“. Jedoch: Die Einsparwirkung durch die Kampagne zahlenmäßig zu erfassen, sei nicht möglich. Demnach soll auch nur mittelbar gemessen werden, ob die Kampagne tatsächlich Energieeinsparungen erreicht – indem etwa geschaut wird, ob die gewünschten Zielgruppen – Verbraucher, Unternehmen, Kommunen etc. – erreicht werden. Damit ist also unklar, ob die Kampagne nur die gewünschte Zielgruppe erreicht, oder auch die gewünschten Ziele. Kurzum: Es steckt nicht nur viel Geld, sondern auch eine gehörige Portion Unsicherheit in der Kampagne.

Foto: Philipp Behm

Der Bund der Steuerzahler meint

Angesichts der unklaren Wirkung auf das eigentliche Ziel des Energiesparens hätte das Geld für die Kampagne besser gespart werden sollen – zumal die Ausgaben über Schulden finanziert werden.

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Autor des Artikels

Philipp Behm

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Bemerkungen :

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    Dr. Harald Kaiser 17/01/2023 um 21:12

    Aus ideellen Gründen versuche auch ich Energie zu sparen wo es mir möglich ist. Solange aber Freizeit- und Spaßbäder Außenschwimmbecken noch beheizen und nicht schließen, und sich große Energiemengen in Dampf auflösen, sehe ich nicht ein, dass ich meine Wohnzimmertemperatur unter 20 °C regle.

  • user
    Stephen Putt 13/01/2023 um 13:59

    Die Frage ist, warum die Verschwendung von Steuergeldern bei einem solchen Projekt, das dem Klima überhaupt nichts bringt und nur die Standort Deutschland, und EU gefährdet, Und treibt viele Privathaushalte in die Pleite und macht sie auch obdachlos?

  • user
    Ute Wallis 17/12/2022 um 09:54

    Nicht nur die Kampagne zum Energiesparen ist überflüssig sondern die ganze Energiepolitik ein einziges Chaos. Alles was in den vergangenen 20/25 Jahren aufgebaut wurde wird von dieser Regierung zerstört. Wir haben den schmutzigsten Strom seit langem und müssen ihn auch noch teuer bezahlen. Einfach unterirdisch was da aus Berlin kommt.


    In jeder Hinsicht. Man hat das Gefühl in diesem Land funktioniert gar nichts mehr. Das ist nicht das beste Deutschland aller Zeiten. Es ist nicht nur die schlechte Energiepolitik, auch Gesundheitspolitisch ein Offenbarungseid. Man könnte verzweifeln wenn man hört mit welchen Milliardensummen die In Berlin um sich werden. Alles nicht mehr normal. Aber wir sollen überall sparen. Damit wir Steuern zahlen können oder was ist der Plan? Diese Regierung wirkt auf uns Normalbürger planlos und wir dachten nach A. Merkel kann’s nicht schlimmer werden.

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    Alwis 16/12/2022 um 22:08

    Auf Pump leben ist noch nie gut gegangen. Sparsam und verantwortungsvoll mit dem Vorhandenen umgehen muß von Politikern vorgelebt werden. Heute denkt jeder Politiker die Menschen können mit viel Geld gekauft werden. Das ist eine Illusion. Jeder Euro muß verdient sein, bevor er ausgegeben werden kann. Sparsam hat nichts mit Geiz zu tun, sondern mit Verantwortungsgefühl. Angst schüren, um dann das Geld des Arbeitgebers, nämlich des Steuerzahlers, zu verschwenden ist ein Unding. Jeder Entscheidungsträger muss haften und in Regress genommen werden können. Politik muß Grenzlinien setzen und die Hinterziehung von Steuermiliarden ahnden und verhindern. Nicht Wachstum sollte das Ziel sein, sondern der verantwortungsvolle Umgang mit unseren Lebensgrundlagen.