Newsletter

Der Schutz Ihrer Daten ist uns wichtig. Diese Hinweise zum Datenschutz finden Sie in unseren Datenschutzrichtlinien. Diesen stimme ich zu.

Die mit einem * gekennzeichneten Felder sind Pflichtfelder


Besuchen Sie uns

News Bild 855
  • Bund
  • Kostenexplosion
24.02.2022

Teure Sanierung von Verwaltungsgebäude

Modernisierung eines Verwaltungsgebäudes kostet je qm so viel wie das Reichstagsgebäude

Scrollenaccordion-icon

Was ist passiert?

Bund. Zum Deutschen Bundestag gehören weit mehr Gebäude als das bekannte Reichstagsgebäude mit dem Plenarsaal. Der Klinkerbau in der Dorotheenstraße 90 zählt mit rund 5.000 qm Grundfläche und 1.800 qm Nutzfläche eher zu den kleineren Gebäuden. Gemessen am Preis je Quadratmeter (Bruttogrundfläche: 5.000 qm) hat die jüngste Sanierung des Verwaltungsgebäudes aber in etwa so viel gekostet wie die Sanierung des repräsentativen Reichstagsgebäudes (Bruttogrundfläche: 61.000 qm).

Untergebracht sind in dem denkmalgeschützten Haus Teile der Verwaltung. Errichtet wurde es ursprünglich 1895 als Wohn- und Geschäftshaus; seither wurde es mehrfach saniert und umgebaut. Zuletzt wurde 2015 mit einer Sanierung begonnen, die eigentlich bereits Mitte 2016 hätte abgeschlossen sein sollen. Veranschlagt waren anfangs rund 11 Mio. Euro. Es kam anders.

Erst nach Baubeginn wurde die starke Beschädigung der Gebäudesubstanz erkennbar, wie das für den Umbau zuständige Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung (BBR) auf BdSt-Anfrage erklärt. Der Umfang der Sanierung musste daher angepasst werden. Aus der zunächst geplanten einfachen Sanierung wurde de facto eine „zeitintensive Entkernungs- und Rekonstruktionsmaßnahme“, so das BBR weiter. Durch die Schäden in tragenden Bauteilen mussten Deckenkonstruktionen und Wände erst abgetragen und dann erneut eingebaut werden.

Die deutlich umfangreicheren Sanierungsmaßnahmen hatten natürlich Auswirkungen auf den Zeitplan und die Kosten. Am Ende konnte das Haus erst seit Mitte 2021 wieder genutzt werden – 5 Jahre später als geplant. Die Kosten haben sich mit rund 35 Mio. Euro mehr als verdreifacht – auf rund 7.000 Euro je Quadratmeter (Bruttogrundfläche) – das ist in etwa so viel, wie die Sanierung des Reichstagsgebäudes preisbereinigt je Quadratmeter gekostet hat.

(Foto: Philipp Behm)

Der Bund der Steuerzahler fordert

Bauen im Bestand birgt immer Risiken. Künftig sollten die Projekte aber so vorbereitet werden, dass es keine bösen Überraschungen gibt.

Fragen an den Autor

Autor des Artikels

Philipp Behm

Spenden Sie für unsere Arbeit!

Als gemeinnützige Organisation sind wir auf Ihre Mithilfe angewiesen um Steuergeldverschwendungen wie diese aufzudecken. Unterstützen Sie uns mit einer kleinen Spende damit wir weiterhin Steuergeldverschwendung aufdecken können.

Sag uns deine Meinung

Teil uns mit, was du
denkst!

Kommentare und Antworten

×

Name ist erforderlich!

Geben Sie einen gültigen Namen ein

Gültige E-Mail ist erforderlich!

Gib eine gültige E-Mail Adresse ein

Kommentar ist erforderlich!

Akzeptieren der Bedingungen ist erforderlich!

bitte bestätigen

* Diese Felder sind erforderlich.

Bemerkungen :

  • user
    Mangelow 23/03/2022 um 18:14
    Guten Abend Herr Behm,
    Sie haben völlig recht mit ihrer Meinung über die Kosten zum
    Verwaltungsgebäude des Bundestages. Nach meiner Meinung
    könnte man auch an die Gehälter der Minister erheblich reduzieren.
    Ich wünsche Ihnen viel Erfolg bei Ihrer Arbeit
    Georg Mangelow Göttingen
  • user
    Hans-Hermann Göring 16/03/2022 um 18:25
    Solange es das Geld der Bürger ist, stört es die Politiker nicht. Unsere Regierung ist und bleibt ein Selbstbedienungsladen. Und wenn jemand Mist baut (Scheurer, Spahn, Spiegel etc.) hat das absolut keine Konsequenzen.