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  • Schleswig-Holstein
  • Teure Imagepflege
09.11.2021

Ohne Aussichtsturm keine Fördermittel

Neuer Aussichtsturm nur deshalb, um Förderung zu erhalten

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Was ist passiert?

Fehmarn (SH). Insgesamt 12,8 Mio. Euro (davon 10,8 Mio. Euro förderfähig) kostet die Neugestaltung der Binnensee- und Jachthafenpromenade in Burgtiefe auf der Ostseeinsel Fehmarn. Für die Bewilligung einer 70-prozentigen Förderung aus der Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“ verlangt das Land Schleswig-Holstein, dass besondere Erlebniswerte oder Alleinstellungsmerkmale geschaffen werden.

Neben 4 überdachten Schutzpavillons, drehbaren Liegebänken, 4 Grillplätzen, einem beleuchteten Seesteg, Spielplätzen, einem neuen Sanitärgebäude sowie einem Trafohäuschen für die Stromversorgung der Bootsliegeplätze haben sich die Architekten also einen Aussichtsturm am Ende der Promenade als „prägendes Gestaltungs- und Erlebniselement der Gesamtmaßnahme“ ausgedacht. Der 16,5 m hohe Turm mit einem Durchmesser von 8,5 m ist aber nicht ganz billig: Die Baukosten belaufen sich auf 1,06 Mio. Euro, davon allein 90.000 Euro für einen barrierefreien Fahrstuhl. Für die jährlichen Wartungs- und Instandhaltungsarbeiten plant der Tourismus-Service mit 3.000 bis 5.000 Euro im Jahr.

Ohne Frage ist der Turm ein architektonischer Hingucker, der Touristen den Blick über den Burger Binnensee sowie auf den Fehmarnsund ermöglicht, der die Insel vom Festland trennt. Für einen Rundumblick über die Insel wiederum ist er aber deutlich zu niedrig. Wäre er nicht gebaut worden, hätte ihn wohl niemand vermisst. Doch die Projektträger rechnen anders: Durch einen Mehraufwand von knapp 10 Prozent konnte eine Förderung von 70 Prozent für das gesamte Projekt eingeworben werden.

Wenig tröstlich ist der Hinweis des Tourismus-Services, dass die Eigenmittel für das Projekt aus Mitteln der Kurabgabe finanziert werden – denn die Kurabgabe ist eine Zwangsabgabe, die von den Touristen und Unternehmen aufzubringen ist.

Foto: BdSt Schleswig-Holstein e. V.

Der Bund der Steuerzahler kritisiert

Durch die Förderrichtlinien werden die Kommunen genötigt, ihre Projekte unnötig teuer zu gestalten. Sie tragen daher erheblich zur Verschwendung von Steuergeld bei.

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Autor des Artikels

Rainer Kersten

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Bemerkungen :

  • user
    Martina Scheel 13/11/2021 um 23:08
    Warum muss der Fahrstuhl so negativ konnotiert extra erwähnt werden? Was spricht gegen die Herstellung von Barrierefreiheit? Sie ist für ALLE Menschen von Vorteil und für viele eben unverzichtbar!!!