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  • Schleswig-Holstein
  • Teure Imagepflege
09.11.2021

Nach dem Abstieg begann der Stadionausbau

1,5 Mio. Euro Steuergeld für unnötigen Ausbau

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Was ist passiert?

Lübeck (SH). Stolz war man beim traditionsreichen VfB Lübeck, als man in der Saison 2020/21 wieder im Profibereich spielen durfte. Nur das vereinseigene Dietmar-Scholze-Stadion genügte nicht den Anforderungen für die dritte Fußballliga. Mit einer Ausnahmegenehmigung wurde dennoch die Lizenz erteilt, mit der Auflage, dass spätestens in der zweiten Saison die baulichen Anforderungen erfüllt werden.

Dafür muss der Verein insgesamt zwischen 2 und 2,5 Mio. Euro in die Infrastruktur investieren, u. a. in eine Rasenheizung, eine Bewässerungsanlage und einen neuen Rollrasen. Außerdem gehört ein Nachwuchsleistungszentrum zur Ausstattung eines Profi-Fußballvereins.

Um dem chronisch klammen Sportverein, der bereits 2008 und dann noch einmal 2012 Insolvenzanträge stellte, unter die Arme zu greifen, wollen sich das Land Schleswig-Holstein mit 1 Mio. Euro und die Hansestadt Lübeck mit 0,5 Mio. Euro an dem Stadionausbau beteiligen. Für das geforderte Nachwuchsleistungszentrum sind Landesfördermittel von weiteren 350.000 Euro vorgesehen. Um die Gehälter des Profi-Kaders bezahlen zu können, gab das Land dem Verein 150.000 Euro Coronahilfen als sogenannte Billigkeitsleistung.

Am 18. Mai 2021, einen Tag nach dem letzten Heimspiel der Saison, rollten schließlich die Bagger an, um die Spielfläche auszubauen. Zu diesem Zeitpunkt stand jedoch der Abstieg aus der dritten Fußballliga bereits seit einer Woche fest. Die Fortsetzung des Stadionausbaus begründen Land und Stadt mit der Möglichkeit, in Lübeck Frauen- und Nachwuchsländerspiele durchführen zu können. Dabei ist die sportliche und finanzielle Zukunft des Vereins unsicher.

Foto: BdSt Schleswig-Holstein e. V.

Alternative Investition

Für 1,5 Mio. Euro kann ein kompletter Löschzug der Berufsfeuerwehr mit neuen Fahrzeugen ausgestattet werden.

Der Bund der Steuerzahler kritisiert

Wieder einmal zeigt sich, dass man sportlichen Erfolg weder planen noch kaufen kann. Deswegen darf kein Steuergeld in den Profi-Fußball fließen!

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Autor des Artikels

Rainer Kersten

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