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  • Bund
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14.12.2021

Masken zu Apothekerpreisen

Verteilung von FFP2-Masken unnötig teuer

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Was ist passiert?

Bund. Für Diskussionen sorgte die von der Bundesregierung verordnete Verteilung von FFP2-Masken durch Apotheken an Risikopersonen und Hartz IV-Empfänger. Zu ihrem Schutz erhielten ältere sowie vorerkrankte Menschen zwischen Dezember 2020 und April 2021 in drei Wellen insgesamt 15 Masken anfänglich kostenlos und danach gegen eine geringe Zuzahlung. Später beschloss die Bundesregierung, je 10 FFP2-Masken auch an die Empfänger der Grundsicherung für Arbeitsuchende (Hartz IV) zu verteilen. Unterm Strich hatten damit rund 39 Mio. Menschen Anspruch auf steuerfinanzierte Masken, die sie in der Apotheke abholen konnten – beinahe die Hälfte aller Deutschen.

Für ihren Aufwand und als Anreiz, sich an der Maskenausgabe zu beteiligen, erhielten Apotheken eine überraschend hohe Erstattung - zunächst gab der Bund 6 Euro brutto pro ausgegebener Maske. Nach starker Kritik auch vom Bund der Steuerzahler wurde der Erstattungsbetrag auf 3,90 Euro brutto pro Maske gesenkt. Insgesamt haben die Apotheken mit dem Bundesamt für Soziale Sicherung (BAS) rund 359 Mio. Masken abgerechnet. Hinzu kommt eine nicht genau bekannte Anzahl Masken, die zu Beginn der Verteilaktion ohne Gutscheine ausgegeben wurden.

Weitere Kosten kommen hinzu: Allein der Druck der fälschungssicheren Gutscheine durch die Bundesdruckerei kostete rund 12 Mio. Euro. Zu den Ausgaben gehörte auch die Entschädigung an die Krankenkassen für das Versenden der Gutscheine an die Anspruchsberechtigten. Insgesamt zahlte das BAS mehr als 2,1 Mrd. Euro.

Nach Einschätzung des Bundesgesundheitsministeriums hat die Verteilaktion von FFP2-Masken „wesentlich zur Eindämmung des Infektionsgeschehens in den Risikogruppen beigetragen“. Weiter hieß es auf BdSt-Anfrage, dass es durch die Abgabe der Masken gelungen sei, „besonders gefährdete Bevölkerungsgruppen zügig mit hochfiltrierenden Masken zu versorgen“.

Dass der Staat an fast die Hälfte der Bundesbürger kostenfreie bzw. stark bezuschusste Masken hat ausgegeben lassen, ist bei näherem Hinsehen allerdings keine gute Idee: Erstens bestand dazu keine Notwendigkeit. Denn im Winter 2020/21 waren diese Masken – anders als zu Pandemiebeginn – ohne Probleme im Handel zu bekommen. Zweitens waren die Masken dort deutlich günstiger als die Stückpreise, die den Apotheken erstattet wurden. Sicherlich hatten Apotheker einen höheren Aufwand durch das Packen der Masken, gegebenenfalls auch durch Beratung und Prüfung der Berechtigungen. Diesen Aufwand hätte man sich aber sparen können – und damit auch die Kosten für die Steuerzahler.

Foto: Philipp Behm

Der Bund der Steuerzahler meint

Auch durch die eigenverantwortliche Beschaffung über den Handel wäre die Versorgung der Bevölkerung mit Masken gewährleistet gewesen. Eine Einmischung der Bundesregierung auf Kosten der Steuerzahler hätte es hier gar nicht gebraucht.

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Autor des Artikels

Philipp Behm

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Bemerkungen :

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    LOthar Sandner 20/12/2021 um 00:42
    Hallo Herr Behm Danke für den Artikel!
    Aber das zeigt eben wieder mal das es keinerlei Fingerspitzen Gefühl mit dem Anderer Leute Geld umzugehen gibt! Alles Kavalierdelikte, keiner hat Verantwortung, keiner Scham oder Ehrgefühl! Mal sehen wie es mit den neuen Leadern wird???
    Lothar Sandner
  • user
    Berchtold Hans Christian 19/12/2021 um 13:54
    Es ist für mich und auch Mio.. anderen Bürgern unverständlich,dass, man sich zu Tausenden auf der Straße versammelt um gegen Pillepalle zu demonstrieren, wie Impfgegner. Wenns um eigene Geld geht und gegen solch eine fragwürdige Politik zu demonstrieren, verstehe ich unsere Bürger, die immer mehr aufgebürdet bekommen, nicht mehr.
    Um es gelinde zu sagen. Lieber möchte ich dieserhalb krasser zum Ausdruck kommen. Aber das ziemt sich nicht.
  • user
    Eduard Beker 17/12/2021 um 22:57
    "Hinterher ist man immer schlauer" lautet ein altbekanntes Sprichwort.
    Auch ich gehöre einer der genannten Risikogruppen an und bekam als Diabetiker zwei Gutscheine direkt von meiner Krankenkasse per Post zugeschickt.

    Dass das zum damaligen Zeitpunkt ein gesunder Grundgedanke war, in der Natur der Sache lag, ein Versuch und somit einer der Mittel um die damalige zweite Welle zu brechen und dass das natürlich mit Kosten verbunden ist, ist doch letztlich unredlich und unbestritten, ich meine 2,1 Mrd. Euro(!) pooh, echt schwindelerregend!

    Zu dieser Zeit war das Wissen über den Nutzen der FFP2-Masken weit fortgeschritten und deshalb als Entscheidung, diese an "Risiko- und soziale Randgruppen" zu verteilen grundsätzlich jedoch eine richtige.

    Nicht nur die dargestellte Abrechnung nach einem Jahr sollte uns als Steurzahler ausschließlich umtreiben, die zwar unangefochten horrend zu Buche schlug, sondern mindestens ebenso die "Maskenaffäre" die mittlerweile ohne Nennenswerte Konsequenzen im Sande verlief.

    Genau hier sollte man meiner Meinung nach etwas kritischer hinsehen und thematisieren:
    DAS EINE ist staatliches Versagen, wofür sich die damals führende Bundesregierung zwar zurecht Kritik gefallen lassen muss, aber DAS ANDERE ist ein sog. "offener Diebstahl" am Steuerzahler um sich privat zu bereichern, hierbei reden wir über fünf Akteure zwischen welchen, ca. 11,5 Mio. Euro geplanten, nachweislich immernin 10 Mio. Euro flossen bevor dieser Betrug am Steuerzahler aufflog, darunter im Wesentlichen verwickelt: Jens Spahn und Armin Laschet nebst Georg Nüßlein, Nikolas Löbel und Mark Hauptmann...!

    Als Steuerzahler interessiert mich u.A. die skrupellose Korruption und wie man diesem Problem Herr werden kann.
    Denn es ist leicht über Autokraten und deren korrupten mechanismen zu reden quasi dorthin zu verweisen... gleichzeitig schaffen wir es nicht in unserem demokratischen Rechtsstaat innenpolitisch mal aufzuräumen und konsequent bedeutsame Urteile herbeizuführen die unsere Demokratie untermauern und die ganz nebenbei für ein Statement und Glaubwürdigkeit in unserer Außenpolitik sorgen würden.

    Ich bin ein überzeugter, frühzeitig doppelt geimpfter und rechtzeitig geboosterter, zusätzlich auch nach einer Covid 19-Infektion gerade genesener Bundesbürger und frisches Mitglied im BdSt aus Baden-Württemberg.

    Beste Grüße aus Stuttgart
  • user
    Marion Gerold 17/12/2021 um 16:28
    Nach meiner Meinung geht unser Staat krimminell verantwortungslos mit unseren Steuergeldern um. In der Industrie würden derartige Fehlentscheidungen mit einer Kündigung quittiert. Leider haben, nach meiner Ansicht, die heutigen Politiker keinen funken Anstand mehr und treten daher auch nicht selber zurück.
  • user
    Petra Rosenberger-Wieland 17/12/2021 um 15:52
    sehr guter Artikel und Bestandsaufnahme.
    Ein weiterer Aspekt ist, dass mit der Risikogruppe über 60-jährige auch unnötigerweise Menschen bedacht wurden, die nicht unbedingt "bedürftig" waren. Hier wurde das Füllhorn ausgeschüttet., nicht jeder über 60 ist bedürftig und kann sich ohne weiteres Masken leisten. Anders ist dies bei Hartz VI-Empfängern zu sehen, was ich ausdrücklich begrüße.
    Ich habe z.B. meine Masken an Menschen in Flüchtlingsheimen weitergereicht.
    Freundliche Grüße
  • user
    abcnix 17/12/2021 um 15:14

    Wenn man bedenkt, dass eine FFP2-Maske 0,10 € im Einkauf kostet, war das ein gutes Geschäft für alle Beteiligten. Immerhin 3800% Profit, bei 3,90 € Verkaufspreis. Davon träumt jeder ehrliche Handwerker, der sein Geld mit seiner Hände Arbeit verdient.

  • user
    Günther Bruns 17/12/2021 um 13:48
    Ich habe für 26 €. 100 FFP2 Masken gekauft 16.12.2021
    Warum hat der damalige Gesundheitsminister Spahn dafür höhere Beträge bezahlt?
    Wer hat daran verdient? Ist Betrug nicht strafbar?
    Mit freundlichen Grüßen Günther Bruns.
  • user
    Stefan Thürling 17/12/2021 um 13:36
    Ich denke das die Politiker nicht Denken.
    Und wenn sie Denken dann nur was sie dabei Verdienen können.
  • user
    Armin 17/12/2021 um 13:29

    Jeder Deutsche Bürger hat ein Eigene Kenn / Steuernummer, somit kennt der Deutsche Staat jeden einzelnen Bürger von dem er Steuern kassieren will und könnte eberso wie es seine Verpflichtung in Gefahrenzeiten ist (Pandemie), jedem Bürger eine einladung zur Corona-Imfung, mit Rücksendemeldung zukommen lassen, indem gleichzeitig die FFP2 Masken pro Person mitgeliefert werden, anstatt den Bürger km-weit mit dem Auto zur Apothke fahren zu lassen.


    Außerdem hätter er damit ein Coronamelderegister gehabt, die es auch in anderen Ländern längst gibt. Damit wäre auch eine Imfpflicht zum Schutze aller Bürger in Pandemiezeiten durchsetzbar gewesen.