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  • Schleswig-Holstein
  • Verschwendung droht
27.10.2020

Machbarkeitsstudie ohne Nutzungsabsicht

50.000 Euro für Prüfung einer Bahnstrecke, die gar nicht reaktiviert werden soll

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Was ist passiert?

Lütjenburg/Malente (SH). Die im Jahr 1890 in Betrieb genommene 17 km lange Bahnstrecke zwischen Malente und Lütjenburg verläuft malerisch durch die Holsteinische Schweiz. Der Personenverkehr wurde allerdings bereits 1976 wegen mangelnder Nachfrage eingestellt, bis 1996 fuhren lediglich Militärzüge zu einem Truppenübungsplatz. Danach gab es noch einige Nostalgiefahrten. Seit einigen Jahren versuchen verschiedene Betreiber, die Strecke touristisch zu nutzen – zum Beispiel als Draisinenoder Kleinbahn. Dazu wurde teilweise die Spur verengt.

Jetzt plant ein Trägerverein die Reaktivierung für den Personenverkehr. Mit innovativen Elektrotriebwagen, die nach Straßenbahnregeln fahren sollen, will man Touristen und Pendler gleichermaßen auf die Schiene holen. Das Landesverkehrsministerium teilte auf Anfrage des Bundes der Steuerzahler jedoch mit, dass derzeit gar keine Überlegungen bestünden, diese Bahnstrecke für den Schienenpersonennahverkehr zu reaktivieren. Dennoch wolle man wegen der „regen lokalen Debatte über die zukünftige Nutzung“ eine Machbarkeitsstudie zur Erörterung der Nutzungspotenziale für rund 50.000 Euro vergeben – und das, obwohl mit einem wirtschaftlichen Betrieb angesichts der sehr geringen Fahrgastpotenziale nicht zu rechnen ist. Die Kommunen Malente und Lütjenburg haben bereits ihren Anteil von je 4.000 Euro zugesagt.

Foto: BdSt Schleswig-Holstein e. V.

Der Bund der Steuerzahler meint

Eine Machbarkeitsstudie, deren negatives Ergebnis bereits vorher feststeht, ist Verschwendung. Das Geld sollte lieber für einen verbesserten Busverkehr eingesetzt werden.

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Autor des Artikels

Rainer Kersten

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