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  • Bayern
  • Kostenexplosion
19.10.2022

Kostspielige Restaurierung eines historischen Pavillons

Erhebliche Kostensteigerung bei der Restaurierung eines historischen Pavillons

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Was ist passiert?

Ansbach (BY). Im Jahr 2010 hat die Stadt Ansbach einen historischen hölzernen Pavillon, der aus dem Jahr 1850 stammt, erworben. 2 Jahre später hat man den früher als Zeitungskiosk genutzten Pavillon im Zuge der notwendigen infrastrukturellen Baumaßnahmen an der sogenannten Promenade abgebaut und eingelagert. Zur Belebung des öffentlichen Raumes der neugestalteten „Promenade“ wurde der achteckige, frisch restaurierte Pavillon als „identitätsstiftende Maßnahme“ nur wenige Meter von seinem ehemaligen Standort wieder aufgebaut. Seit 1. Juli 2022 wird die rund 13 qm große Rotunde vor dem Ansbacher Amtsgericht als Crêperie genutzt, mit einer Außenbestuhlung von etwa 25 bis 30 Plätzen.

Doch leider sind die Kosten bei der Restaurierung des Pavillons aus dem Ruder gelaufen. Ursprünglich hat man hierfür 65.000 Euro veranschlagt. Die Kosten haben sich dann aber mehr als verdoppelt und sind auf 137.000 Euro angestiegen. Ursächlich hierfür waren u. a. neu entdeckte Fäuleschäden an den Dachsparren der Dachkonstruktion, die behoben werden mussten. „Außerdem musste das wiederhergestellte hölzerne Bauwerk vor Spritzwasser vom umliegenden Platzbelag geschützt werden. Wegen der barrierefreien Erreichbarkeit und aus bauhistorischen Gründen kam eine Errichtung auf einem Sockel nicht in Frage. So wurde die wasserführende Ebene umlaufend abgesenkt und mit einem Rost abgedeckt“, ließ der Oberbürgermeister der Stadt Ansbach den Bund der Steuerzahler wissen. Durch die Erschließung des Fundaments, die Anschaffung einer professionellen Kücheneinrichtung nebst Lüftungsanlage und Fettabscheider sind die Gesamtkosten letzten Endes auf rund 250.000 Euro zu stehen gekommen.

Zur Kostensituation teilte der Oberbürgermeister dem Bund der Steuerzahler folgendes mit: „Es ist richtig, dass ursprünglich ein Kostenansatz für die Instandsetzung des Pavillons von 65.000 Euro gewählt wurde. Eine gründliche Erkundung des Bauwerks fand jedoch nicht statt. Nach dem Transport des Pavillons von seiner Lagerstätte in die mit der Instandsetzung beauftragte Zimmerei wurde nach Entfernung der Anstriche deutlich, wie umfangreich und damit rekonstruierend die Arbeiten am Pavillon waren. Hinzu kam, dass ursprünglich nur die reinen Sanierungskosten der Holzkonstruktion vorgesehen waren und der Pächter nahezu alle anderen Kosten übernehmen sollte, was nicht zum Erfolg führte“.

Seit dem 1. Juli ist das Café eröffnet und erfreut sich großer Beliebtheit. Auch wenn für die Restaurierung des historischen Pavillons ein Zuschuss aus staatlichen Mitteln im Rahmen der Städtebauförderung in Höhe von 60 Prozent der förderfähigen Kosten erwartet wird, ist dies wenig tröstlich für die Steuerzahler. Denn Steuergeld bleibt Steuergeld, gleich aus welchem Topf es kommt.

Foto: Maria Ritch/Michael Stocker

Der Bund der Steuerzahler meint

Auch wenn der Oberbürgermeister der Stadt Ansbach überzeugt davon ist, dass „die Investition zwar hoch ist, aber dem Stadtraum adäquat zu Gute kommt“, müssen letztlich wieder einmal die Steuerzahler für die hohen Kosten aufkommen.

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Autor des Artikels

Maria Ritch

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