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  • Hamburg
  • Digitalisierung
09.11.2021

Hamburg verschläft Software-Update

Verschlafenes Software-Update kostet Steuerzahler fast 1 Mio. Euro

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Was ist passiert?

Hamburg (HH). Bereits im Jahr 2012 hat Microsoft bekanntgegeben, dass der Support für Windows 7 zum 14. Januar 2020 eingestellt wird. 8 Jahre lang hatte die Stadt also Zeit, sich für ein anderes Betriebssystem zu entscheiden. Das hat offensichtlich nicht gereicht. Wie dem Bund der Steuerzahler auf Nachfrage mitgeteilt wurde, musste

Hamburg allein für 2020 eine zusätzliche Supportgebühr in Höhe von 471.000 Euro zahlen. Weil die Umstellung auch ein weiteres Jahr später noch nicht abgeschlossen war, kamen für 2021 nochmals 412.000 Euro dazu. Konkret zahlt der Steuerzahler also 883.000 Euro dafür, dass Hamburg fast 10 Jahre benötigt hat, neue Betriebssysteme zu installieren. Im Januar 2020 war Windows 7 noch auf 8.000 Rechnern der Polizei installiert. Für jedes Gerät wurden im vergangenen Jahr zunächst 58,90 Euro an Sonderwartungsgebühren an Microsoft fällig – insgesamt also bereits fast eine halbe Mio. Euro.

Wie eine erneute Kleine Anfrage der CDU ergab, war die Umstellung der Rechner auf die neue Version Windows 10 selbst im März 2021 nur etwa zur Hälfte abgeschlossen. Doch es gibt Hoffnung: „Die Implementierung von Windows 10 auf den wenigen verbliebenen Rechnern wird aller Voraussicht nach noch in diesem Jahr abgeschlossen sein, sodass keine weiteren Kosten erwartet werden“, sagt die Polizei Hamburg. Übrigens: Microsoft kassiert für die veraltete Software 2021 pro Rechner doppelt so viel wie im vergangenen Jahr. Unterm Strich wird die Polizei damit in beiden Jahren jeweils rund eine halbe Mio. Euro bezahlt haben. 2021 allerdings eben nur für die halbe Nutzungsdauer. Gut Ding braucht halt Weile – und leider auch viel Steuergeld.

Foto: Sascha Mummenhoff

 

Alternative Investition

Für 883.000 Euro könnten mehr als
2.200 Schüler mit einem Tablett
ausgestattet werden.

Der Bund der Steuerzahler meint

Die mangelnde Digitalkompetenz des Hamburger Senats zeigt sich am Beispiel Windows 7 besonders deutlich. Die Umstellung auf Windows 10 ist ein Fall von nachlässigem Umgang mit Steuergeld, denn es hätte Geld gespart und gleichzeitig die Leistung der Verwaltung gesteigert werden können.

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Autor des Artikels

Sascha Mummenhoff

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