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  • Bund
  • Nachlese
20.05.2021

Gorch Fock: 2.000 Tage Luxus-Sanierung

Generalüberholung des Schulschiffs will kein Ende finden

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Was ist passiert?

Bund. Die Generalüberholung der betagten „Gorch Fock“ der Bundesmarine will einfach kein Ende finden. Das völlig überteuerte Prestigeprojekt erinnert stark an das Desaster um den Flughafen BER.

Was ist geschehen? Inzwischen wird die „Gorch Fock“, das berühmte Segelschulschiff der Bundesmarine, seit mehr als 2.000 Tagen generalüberholt. Seit 25. November 2015 laufen die Reparaturen – und der letzte Plan war, die weiße Dreimastbark Ende Mai wieder der Marine zu übergeben und in Dienst zu stellen. Doch daraus wird – wieder einmal – nichts. Nicht nur, dass die Kosten von 10 auf 135 Mio. Euro hochgeschnellt sind und der Segler deshalb und auch aufgrund zahlreicher Werftaufenthalte zuvor einen Dauerplatz im Schwarzbuch des Bundes der Steuerzahler innehatte: Nun soll die Übergabe voraussichtlich auf Ende September verschoben werden. Das Debakel um die „Gorch Fock“ erinnert stark an das Desaster um den neuen Flughafen Berlin Brandenburg, dessen Baukosten sich ebenfalls vervielfacht haben und dessen zwischenzeitlich angekündigte und dann doch kurzfristig verschobene Eröffnungstermine am Ende kaum zählbar waren.

Die aktuelle Verzögerung bei der Auslieferung wurde seitens der beauftragten Werft mit corona-bedingten Ausfällen bei projektbeteiligten Unternehmen begründet – nur einen Monat vor dem seit längerem avisierten Übergabetermin am 31. Mai. Näheres hat das Verteidigungsministerium auf Nachfrage des BdSt nicht mitgeteilt – ebenso kein konkretes Übergabedatum im Spätsommer. Inwieweit der Bundeswehr durch die neuerliche Verschiebung nochmals Mehrkosten entstehen, steht auch noch nicht fest.

Foto: Bundeswehr

Der Bund der Steuerzahler meint

Die Luxus-Sanierung der Gorch Fock ist unwirtschaftlich, denn die aufwendigen und teuren Reparaturen verlängern die Einsatzdauer nur bis ins Jahr 2040. Statt das Projekt aus rein politisch motivierten Prestigegründen durchzuboxen, wäre ein langlebiger Neubau allemal günstiger gewesen, statt die Schäden an der mehr als 60 Jahre alten Gorch Fock immer und immer wieder zu flicken.

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Autor des Artikels

Sebastian Panknin

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Bemerkungen :

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    Dietmar Wolf 22/06/2021 um 14:13
    Einfach nur UNGLAUBLICH !!!!
    Warum kann man diese hochbezahlten "Luschen" nicht in Regress nehmen, die solche Kalkulationen erstellen. Die Industrie würde solche Leute verklagen und zwar mit Recht.
    Aber man sieht es ja bei VW der Herr Winterkorn hatte ja keine Ahnung von den Lügen und Betrügen ,davon aber viel und am Ende zahlt die Versicherung, den Rest der Strafe wird aus der Portokasse von Herr Winterkorn beglichen.
    Diese Leute haben keinerlei Skrupel oder Gewissen ich könnt nur
    noch kot... . Pfui Deibel !!!
  • user
    Norbert Dümpert 22/06/2021 um 13:40
    Nachtrag: zum Nachdenken einen Fakt. Was könnte man mit der Fehlausgabe von täglich ca. 67.500 € alles bewerkstelligen? Es könnte die Flinten - Uschi täglich einen Porsche zu Schrott fahren? Quatsch, natürlich nicht, jedoch kann man mit diesem Geld viel Gutes tun ohne sich sagen zu lassen man sei die "Steuergeldverschwenderkönigin".
  • user
    Gerhard Fenzl 22/06/2021 um 13:17
    So ein Segelschiff mag ja eine nette Sache sein, aber welchen konkreten Auftrag es in der Bundeswehr des 21. Jahrhunderts erfüllen soll, erschließt sich mir nicht. Wenn man das Schiff aus Nostalgie erhalten will, dann hätte man sich Sponsoren aus Wirtschaft, Industrie und Geldadel suchen sollen, die die völlig überteuerte Sanierung finanzieren. Dafür hätte dann auch jeder Sponsor seine Messingplakette an Bord bekommen, auf der die großzügige Unterstützung dokumentiert ist. Aber diese Luxus-Sanierung eines abgetakelten Potts in 3stelliger Millionenhöhe mit Steuergeldern zu finanzieren, ist völlig abwegig. Man könnte es auch Veruntreuung von Steuergeld nennen.
  • user
    Norbert Dümpert 22/06/2021 um 12:23
    Es gibt zwei Maßnahmen die evt. die Schuld tragen 1) Man sollte gelernte Meister evt. auch Ing. mit langjähriger Erfahrung an die Leitung lassen, einen Haushaltsexperten (Bankfachmann) an seiner Seite. Auf keinen Fall einen Politiker in die Nähe lassen. 2) Überprüfen wieviel Veternwirtschaft und Fehlplanung dahinter steckt. Es müßen ja "vergoldete Planken" verbaut sein bzw.viel finanzielle Schmierung geflossen sein. Ansonsten ist es unverständlich wie 135 nun evt. 160 Milli. zusammen kommen. Denkt mal nach!
  • user
    Friedrich Stiegeler 22/06/2021 um 11:38
    Dieser Schwachsinn kommt noch von unserer hochgeschätzten und früheren Verteidigungsministerin Frau Ursula von der Leyen. Sie hat als Verteidigungsministerin nur des Steuerzahlers Geld verprasst aber keine Ahnung von nichts gehabt. Sie und ihre hochbezahlten "Fachmänner" gehören in Regress genommen. Wann haut der Bund der Steuerzahler endlich mal kräftig auf den Tisch, so kann und darf es nicht weitergehen.
  • user
    Horst Fuchs 22/06/2021 um 11:00
    Geldverschwendung im höchsten Maß. Unverantwortlich gegenüber den Steuerzahlern.!
  • user
    Ralf Gneuß 22/06/2021 um 10:53
    Mich beschäftigt dabei nur eine Frage. Warum werden die Befürworter und Entscheider dieser völlig überteurten Luxussanierung nicht endlich auch mit ihrem kompletten Privatvermögen zur Rechenschaft gezogen? Auch die Ausrede der Werft, es läge an Corona ist völliger Humbug.