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  • Schleswig-Holstein
  • Teure Imagepflege
27.10.2020

Geschenktes Kunstwerk wird teuer

Für eine geschenkte Skulptur müssen 29.000 Euro ausgegeben werden

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Was ist passiert?

Ahrensburg (SH). Anlässlich seines 25-jährigen Jubiläums stiftete der Rotary-Club Ahrensburg seiner Heimatstadt die Skulptur „Muschelläufer“ des Künstlers Martin Wolke. Das auf dem zentralen Rondeel in der Innenstadt aufgestellte Kunstwerk konnte ausdrücklich und vor allem von Kindern bespielt werden. Der Clou: Ruft man in die kleine Muschel des Muschelläufers hinein, sorgt eine Audiotechnik dafür, dass der Ton verstärkt aus der großen Muschel herauskommt.

Doch die Skulptur war nicht für die Ewigkeit gebaut: Bereits 2007 musste die Stadt Reparaturen für 10.000 Euro in Auftrag geben. 2010 wurde beschlossen, Reparaturen nur noch dann durchzuführen, wenn sie die Verkehrssicherungspflicht betreffen. Im November 2019 war es so weit: Ein technischer Prüfbericht stellte die Standsicherheit infrage. Deshalb wurde die Plastik im Februar 2020 abgebaut und einer Fachfirma zur Schadensanalyse übergeben. Abbau und Transport kosteten insgesamt ca. 5.000 Euro. Dort wurde als Hauptproblem festgestellt, dass die Figur vollständig mit PU-Schaum gefüllt ist, der sich bei Feuchtigkeit ausdehnt und zu Rissen in der GFK-Hülle führt. Diesen Fehler habe der Künstler zu verantworten, meint die Stadt, und fordert ihn zur notwendigen Nachbesserung für rund 6.500 Euro auf.

Doch selbst wenn der Künstler diese Kosten übernimmt, würde der Steuerzahler noch einmal kräftig zur Kasse gebeten werden: Für Eigenanteil, die Herstellung einer Fallschutzfläche rund um die Skulptur – damit abstürzende Kinder nicht zu Schaden kommen –, für die Reparatur der Audiotechnik und einen neuen Elektroanschluss müsste die Stadt insgesamt rund 29.000 Euro aufwenden.

Bis Redaktionsschluss waren sich die Stadtvertreter einig, nur dann über eine Wiederaufstellung der Figur zu beraten, wenn der Künstler seinen Eigenanteil von 6.500 Euro zusagt. Bis dahin wird das geschenkte Kunstwerk in einer Halle des städtischen Bauhofs eingelagert.

Foto: Jens Rönnau, Kiel

Alternative Investition

Für rund 40.000 Euro erhält man bereits ein neues Mannschaftstransportfahrzeug für die Jugendfeuerwehr.

Der Bund der Steuerzahler meint

Auch ein geschenktes Kunstwerk kann für die Stadt teuer werden.

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Autor des Artikels

Rainer Kersten

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