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  • Bund
  • Teure Fehler
14.01.2022

Fehlerhafte Eingaben beim digitalen Impfzertifikat

Falsche Namen verursachen Kosten

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Was ist passiert?

Bund. Für Millionen Deutsche ist es zum Alltag geworden, ihr digitales Impfzertifikat vorzuzeigen, um ihren Impfstatus nachzuweisen. In der Regel funktioniert das reibungslos – ebenso wie das Ausstellen der Zertifikate im Impfzentrum, beim Arzt oder in der Apotheke. Dabei kommt es jedoch offenbar auch zu Fehlern, die dem Steuerzahler unnötige Kosten verursachen und den Inhaber des Zertifikats vor Probleme stellen können.

Stimmen die eingegebenen personenbezogenen Daten im digitalen Zertifikat nicht mit denen der bereits vorhandenen Zertifikate überein, kann beispielsweise die zweite oder dritte Impfung in der App nicht als weitere Impfung erkannt werden. Sie wird dann wie eine erste Impfung einer anderen Person behandelt. Dann kann der Nutzer zwar aus zwei QR-Codes zum Vorzeigen auswählen, aber nicht nachweisen, dass er vollständig geimpft ist. Wenn er Pech hat, könnte ihm dann beispielsweise der Zutritt zum Restaurant oder die Weiterreise mit der Bahn verwehrt werden.

Unangenehm kann es auch werden, wenn die im digitalen Zertifikat hinterlegten Daten nicht mit denen im Reisepass übereinstimmen und er ins Ausland reist. Ihm könnte dann die Einreise verwehrt werden.

Zu solchen Eingabefehlern kommt es offenbar vor allem dann, wenn eine Person mehrere Vornahmen hat und nur der Rufname auf der Gesundheitskarte oder im gelben Impfbuch vermerkt ist. Schnell können diese Daten dann unvollständig übernommen werden.

Nachträgliche Korrektur nicht möglich

Das Problem kann zwar unkompliziert behoben werden, indem etwa beim Arzt oder in der Apotheke ein neues Zertifikat ausgestellt wird. Dies verursacht aber für den Steuerzahler weitere Kosten. Denn eine nachträgliche Korrektur des Zertifikats ist nicht möglich. Es muss ein neues erstellt werden, welches mit 6 Euro vergütet wird, erläutert die Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände gegenüber dem BdSt.

Das gesamte Ausmaß erneut ausgestellter digitaler Zertifikat wegen falsch oder unvollständig eingegebener Daten ist nicht bekannt. Das Bundesgesundheitsministerium blieb eine Antwort auf die BdSt-Anfrage bis Ende des Redaktionsschlusses schuldig.

Foto: Philipp Behm

Der Bund der Steuerzahler meint

Mit einer funktionierenden digitalen Patientenakte und einem digitalen Impfausweis würden Übertragungsfehler durch Abtippen der Vergangenheit angehören. Immer wieder legt die Pandemie damit schmerzhaft die Probleme und Kosten des digitalen Rückstands im öffentlichen Gesundheitswesen offen.

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Autor des Artikels

Philipp Behm

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