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09.11.2021

Fahrradparkhaus wird zum Millionengrab

Fahrradparkhaus für 3 Mio. Euro wird kaum genutzt

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Was ist passiert?

Hamburg (HH). 3 Mio. Euro hat das öffentliche Fahrradparkhaus direkt an der U-Bahn Kellinghusenstraße in Eppendorf gekostet, doch genutzt wird es auch Monate nach der Eröffnung so gut wie nicht.

Platz ist dort für 600 Räder, 145 Stellplätze davon sind extra gesichert und lassen sich für 1 Euro am Tag mieten. Doch wie sieht es in der Realität aus? Kein Rad im Obergeschoss! Und die Auslastung im kostenpflichtigen, abschließbaren Teil ist spärlich. Vielen ist der Umweg zu weit – sie lassen ihr Rad lieber irgendwo im Bahnhofsumfeld stehen. Ein weiteres Manko: Eine viel zu schmale Rampe am Eingang macht es denjenigen, die mit Satteltasche unterwegs sind, fast unmöglich, leicht und sicher zum Stellplatz zu kommen. Auch die Stufen sind zu hoch. Ein weiterer Kritikpunkt ist die Anbindung des Fahrradparkhauses selbst: Eine spezielle Zufahrt gibt es nicht, sodass Nutzer kompliziert die Straße beziehungsweise den Bürgersteig queren müssen.

Der Verkehrssenator bittet um Geduld und nennt als Beispiel das Fahrradparkhaus Bergedorf: „Diese 500 Plätze sind voll. Auch da hat es einen kleinen Moment gedauert, nämlich vier bis fünf Jahre, bis das Fahrradparkhaus tatsächlich voll war.“ Er hält auch an seinem Plan fest, weitere Fahrradparkhäuser zu bauen – das nächste am „Schlump“, weitere Standorte sind in Hamburg-Harburg, der neue Fernbahnhof Diebsteich sowie der Hauptbahnhof. Insgesamt sollen in diesem Jahrzehnt noch 14.000 Stellplätze in Hamburg geschaffen werden. Grundlage dafür ist das Bike+Ride-Konzept, das 2015 der Senat ins Leben gerufen hatte. Laut Behörde für Verkehr und Mobilitätswende sind die Planungen allerdings noch nicht so weit, dass Kostenschätzungen vorliegen.

Foto: Sascha Mummenhoff

Alternative Investition

Für 3 Mio. Euro hätten mindestens 25.000 Anlehn-Fahrradbügel angeschafft werden können.

Der Bund der Steuerzahler fordert

Auch wenn Fahrradparkhäuser grundsätzlich sinnvoll sind, kommt das Hamburger Konzept bei Radfahrern offensichtlich nicht an. Durch eine Befragung ließen sich die Gründe dafür herausfinden. Die Ergebnisse müssten dann in die Planung der weiteren Fahrradparkhäuser einfließen, um zu verhindern, dass aus einem Flop vielleicht 5 oder noch mehr werden.

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Autor des Artikels

Sascha Mummenhoff

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