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  • Schleswig-Holstein
  • Brücken, Straßen und Verkehr
27.10.2020

Erst sanieren, dann abreißen

900.000 Euro für ein Parkhaus, das in 3 Jahren abgerissen werden soll

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Was ist passiert?

Lübeck (SH). Das Parkhaus am Lübecker Holstentor ist noch keine 30 Jahre alt, doch offenbar wurde es 1992 so mangelhaft gebaut, dass es nach kurzer Zeit vollkommen marode ist. Bereits 2018 hatten Gutachter einen schnellen Abriss mit vollständigem Neubau als wirtschaftlichste Lösung ermittelt. Für Planung und Genehmigung rechnet die KWL GmbH, die für die Hansestadt Lübeck die Parkplätze bewirtschaftet, mit einer Vorlaufzeit von mindestens 3 Jahren. Bis dahin wollte man weder auf die Parkplätze noch auf die Einnahmen verzichten. Deshalb wurden Notmaßnahmen für 900.000 Euro durchgeführt, damit die Verkehrssicherheit bis zum geplanten Abriss gewährleistet bleibt.

Offenbar rechnen die KWL-Verantwortlichen mit keiner einfachen politischen Entscheidung für ein neues Parkhaus, das grob mit 10 bis 16 Mio. Euro Kosten kalkuliert wird: Bei den Stadtpolitikern gibt es nämlich Vertreter, die die Zahl der Parkplätze gern reduzieren würden, andere fordern eine besonders anspruchsvolle Architektur in unmittelbarer Nachbarschaft zur Lübecker Altstadt, die als UNESCO-Weltkulturerbe eingestuft ist. Die KWL-Planer haben jedenfalls ausgerechnet, dass sich die Ertüchtigung amortisiert, wenn bis zum Abriss noch mindestens 3 Jahre vergehen.

Die Alternative allerdings, schneller zu planen und zu entscheiden, um nicht fast eine Million Euro in ein marodes Gebäude stecken zu müssen, wurde noch nicht einmal erwogen – weder von der KWL noch von der Lübecker Ratsversammlung.

Foto (Symbolbild): pixabay/dianakuehn30010

Alternative Investition

900.000 Euro entsprechen ungefähr zwei Jahres-Abschreibungen für den Neubau.

Der Bund der Steuerzahler kritisiert

Die 900.000 Euro könnten gespart werden, wenn Planungs-, Entscheidungs- und Genehmigungsprozesse in Lübeck schneller liefen.

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Autor des Artikels

Rainer Kersten

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