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  • Nordrhein-Westfalen
  • Nachlese
27.10.2020

Die Hoffnung stirbt zuletzt

Keine Einigung mit Investor erzielt – Duisburg will Grundstück im Innenhafen erneut ausschreiben

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Was ist passiert?

Duisburg (NW). Die Stufenpromenade, eine geschwungene Freitreppe im Duisburger Innenhafen, ist eine alte Bekannte für die Schwarzbuch-Leser. Mehrfach scheiterte der Versuch, das hinter der Treppe liegende Grundstück durch einen Investor bebauen zu lassen. Zuletzt keimte im Oktober 2019 wieder Hoffnung auf. Der Plan: Die Stadt verkauft das Grundstück für „kleines Geld“ an einen Investor, dieser soll die Kampfmittelsuche und die Errichtung von Bohrpfählen übernehmen und sich verpflichten, den Bau von „The Curve“ zu vollenden. Doch nur 4 Monate später erklärte die Stadt, dass sie die Zusammenarbeit mit dem Investor beende. „Nach intensiven Verhandlungen in den vergangenen Monaten konnten beide Parteien aufgrund der ursprünglichen Vertragssituation keine Einigung über eine ausgeglichene Risikoverteilung finden“, so die Stadt in einer Pressemitteilung. Sie schildert die Probleme mit dem Baugrund und der Kampfmittelsuche und erklärt dann, dass sie „intensiv mit dem Entwickler nach Lösungen gesucht“ habe, um das Projekt „The Curve“ zu realisieren.

 Nun soll voraussichtlich im 4. Quartal 2020 das Grundstück erneut ausgeschrieben werden. Die Stadt will ihre Verantwortlichkeiten dabei klar von denen des Investors trennen, sämtliche Informationen und Gutachten zu dem Projekt sollen in der Ausschreibung enthalten sein. Eine laufende Kampfmittelsondierung schließt die Stadt noch ab, sollte eine weitere Suche nötig sein, muss der Investor diese selbst finanzieren. Büros, Dienstleistungen und Gastronomie wünscht sich die Stadt auf dem Grundstück und ist überzeugt, dass hier noch ein attraktives Gebäude entstehen wird und dass „bei der Neuausschreibung ausreichend Investoren Interesse an der Entwicklung dieses städtebaulich hervorragenden Standortes haben“.

Mehr als 10 Mio. Euro hat die Stadt Duisburg nach eigenen Angaben in das Grundstück gesteckt, um es baureif zu machen. Nach dem Foster-Bau-Debakel, dem jahrelangen Stillstand und dem Scheitern von „The Curve“ kann man zu der neuen Ausschreibung nur noch sagen: Die Hoffnung stirbt zuletzt.

Foto: Bärbel Hildebrand

Alternative Investition

Für 10 Mio. Euro könnte die Stadt Duisburg die Hälfte ihrer Schüler mit einem Tablet für den Digitalunterricht ausstatten.

Der Bund der Steuerzahler meint

Langsam ist Schluss mit lustig. Die Stadt Duisburg sollte sich endlich überlegen, wie das pannenreiche Filetgrundstück alternativ genutzt werden könnte.

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Autor des Artikels

Bärbel Hildebrand

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