Wie selten zuvor in der Geschichte der Bundesrepublik hat der Staat seit Beginn der Corona-Krise in die Wirtschaft eingegriffen. Zig Milliarden schuldenfinanzierte Euro werden als Subventionen und Hilfsgelder ausgereicht. Zum Teil beteiligt sich der Staat sogar direkt an Unternehmen. Seit der Staatsschulden- und Finanzkrise vor mehr als einer Dekade wurde nicht mehr in diesem Ausmaß in die Wirtschaft eingegriffen.
Für viele Maßnahmen gab es gute Gründe und einen breiten gesellschaftlichen Konsens. Umso wichtiger ist es, daran zu erinnern, dass der Eingriff des Staates in das Wirtschaften der Bürger und Unternehmen in einer Sozialen Marktwirtschaft nur die Ausnahme sein sollte.
Der Trend geht jedoch in eine andere Richtung. Bereits lange vor der Corona-Krise hat die wirtschaftliche Aktivität des Staates merklich zugenommen. Das ist bedenklich. Wenn der Staat selbst als Unternehmer tätig wird, statt sich auf das Setzen und Überwachen fairer Regeln zu beschränken, geht er hohe Risiken ein, für die am Ende die Steuerzahler haften. Daher analysieren wir den Trend und machen wir Vorschläge, wie die Risiken für die Steuerzahler verringert werden können.