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  • Baden-Württemberg
  • Richtig skurril!
29.10.2019

Zugige Angelegenheit

Wetterschutz an der Feierhalle – nichts Halbes und nichts Ganzes

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Was ist passiert?

Stuttgart. Im Stuttgarter Stadtteil Birkach befindet sich auf dem Friedhof eine Aussegnungshalle. „Halle“ allerdings war nicht das treffende Wort, denn die so genannte Feierhalle war eher ein Dach auf Stelzen, das kaum Schutz vor Wind und Wetter bot. Das fanden auch die Birkacher und setzten sich über Jahre hinweg dafür ein, dass die Feierhalle so umgebaut wird, dass sie auch bei weniger gutem Wetter gut genutzt werden konnte. Schließlich erbarmte sich die Stadt, ging ans Werk und ließ die Halle verkleiden – doch nicht so, wie erhofft. Laut der Stadt hatte der Denkmalschutz Einwände gegen eine vollständige Verkleidung, da der besondere Charakter der Unterstehhalle erhalten bleiben sollte.

Die vermeintliche Lösung des Problems: Die Stadt ließ an zwei Seiten Glasflächen anbringen, die Frontseite blieb jedoch komplett offen, die Rückseite schließt an die Wand der denkmalgeschützten Leichenhalle an und ist damit geschlossen.

Mit dieser Lösung waren die Birkacher aber nicht zufrieden, denn die eingesetzten Glasscheiben gingen nicht etwa durchgängig vom Fußboden bis zum Dach, vielmehr blieb eine Lücke zwischen Fußboden und Glasfläche und Glasfläche und Dach. Kosten der Verglasung: 18.000 Euro.

Dann fiel auf, dass Vögel mit dem Glas kollidieren könnten. Um dies zu verhindern, wurde eine 2.000 Euro teure Vogelschutzfolie angebracht. Damit wurde zumindest das vorherige Baustellenabsperrband überflüssig, das die Scheiben vorher „geziert“ hatte.

Auch mit den Besuchern hatte man ein Einsehen, sollte doch wenigstens der Fußraum geschützt sein. Weshalb dafür allerdings ausgerechnet Lochbleche für 1.500 Euro verbaut wurden, die wieder nicht bis zum Boden reichten, bleibt ein Rätsel. So gibt es immer noch genug Platz für einen gepflegten Windzug um die Füße der Besucher.

Und dann ist da noch die Sache mit der Frontvorderseite. Die ist nach wie vor völlig offen und soll es auch bleiben, so die Auskunft der Stadt auf unsere Anfrage. Schließlich solle der besondere Charakter der Unterstehhalle bewahrt bleiben. Und damit bleibt das Ganze nach wie vor: eine zugige Angelegenheit.

Foto (Symbolbild): Simeon Muller on Unsplash

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