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  • Berlin
  • Brücken, Straßen und Verkehr
12.01.2026

VeloFlow? VeloNonsens!

Was Ampeln schon längst können

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Was ist passiert?

Berlin. Die Berliner Senatsverwaltung für Verkehr hat im Herbst 2025 damit begonnen, VeloFlow-Anzeigen zu schalten. Radfahrer sollen damit eine Art „Frühwarnung“ für die bevorstehende Ampelschaltung erhalten, um ihre Geschwindigkeit anpassen zu können. 

Nach dem Start der ersten VeloFlow-Anzeigen im September in der Kreuzbergstraße und im November in der Invalidenstraße sollten im Dezember 2025 weitere Anzeigen rund um die Stargarder Straße, Prinzregentenstraße und Langenscheidtstraße folgen.

VeloFlow ist laut Verkehrssenat ein zukunftsweisendes Pilotprojekt. Kernstück dieser Innovation sei die GLOSA-Anzeige (Green Light Optimal Speed Advisory), die Radfahrern bis zu 200 Meter vor einer Ampel eine präzise Einschätzung dafür liefert, ob sie bei einer Geschwindigkeit von etwa 20 Stundenkilometer die nächste Ampel bei Grün oder Rot erreichen werden. Dadurch soll das Durchkommen mit dem Rad erleichtert und die Attraktivität des Radfahrens gesteigert werden. Gleichzeitig sollen dadurch auch Rotlichtverstöße reduziert werden. 

Insgesamt sollen VeloFlow-Anzeigen im Rahmen eines Forschungsprojekts an folgenden 23 Pilotstandorten getestet werden: Invalidenstraße (10 Anzeigen), Stargarder Straße/ Schönhauser Allee/Prenzlauer Allee (9 Anzeigen), Handjerystraße/Prinzregentenstraße (2 Anzeigen) sowie Langenscheidtstraße/Kreuzbergstraße (2 Anzeigen). Zur Einordnung: Berlin betreibt laut Senatsverwaltung für Verkehr insgesamt gut 2.000 Lichtsignal- bzw. Lichtzeichenanlagen.

Das Projekt wird zu 85 Prozent durch das Bundesministerium für Verkehr finanziert. Die Mittel stammen aus einem Förderprogramm zur „Digitalisierung kommunaler Verkehrssysteme“, daher sind reine Baukosten von Radwegen nicht abgedeckt. Laut Verkehrsverwaltung kostet eine Anzeige knapp 3.000 Euro in der Anschaffung, für das Pilotprojekt sind das in Summe also schon fast 69.000 Euro! Hinzu kämen – bei einer dauerhaften Einrichtung – die Erschließungskosten für die Stromversorgung, die Kosten für die Digitalisierung der Ampelanlage sowie weitere Planungskosten, die bislang allerdings nicht näher beziffert wurden.

Foto: Alexander Kraus

Der Bund der Steuerzahler kritisiert

Auf der VeloFlow-Anzeige sieht man genau das, was – auf dieselbe Entfernung – die Ampel mit ihren vier verschiedenen Ampelphasen schon anzeigt. Doch ein Projekt ohne erkennbaren Mehrwert ist reine Steuergeldverschwendung.

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Autor des Artikels

Portrait Alexander Kraus, Vorsitzender des Bund der Steuerzahler Berlin

Alexander Kraus

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