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  • Baden-Württemberg
  • Verschwendung droht
30.09.2025

Unwirtschaftliche Solaranlage auf Landtagsdach?

Symbolpolitik scheint wichtiger zu sein als Rentabilität

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Was ist passiert?

Baden-Württemberg. Die baden-württembergische Landesregierung hat sich vorgenommen, das Thema Photovoltaik auf landeseigenen Gebäuden voranzutreiben. Bis 2030 möchte die Landesregierung alle geeigneten landeseigenen Dächer in Stuttgart mit Photovoltaik ausstatten. Anfang 2024 wurde daher in Stuttgart bereits auf mehr als 30 Landesgebäuden Solarstrom mittels Photovoltaikanlagen erzeugt. 

Auch auf dem Landtagsgebäude soll zukünftig die Sonne für die Stromerzeugung genutzt werden. Wegen der gestalterischen und denkmalschutzrechtlichen Anforderung, die Photovoltaikmodule möglichst zurückhaltend in das Erscheinungsbild des Landtagsgebäudes zu integrieren, können allerdings keine Standardmodule zum Einsatz kommen. Dadurch sind laut baden-württembergischem Finanzministerium höhere Investitionskosten zu erwarten und längere Lieferzeiten für die Module nicht auszuschließen. Die Leistung der Anlage auf einer rund 1.000 bis 1.200 Quadratmeter großen Fläche soll sich auf 130 bis 150 Kilowatt-Peak belaufen. Im November 2023 lag die Kostenschätzung für das Projekt bereits bei 1,5 Mio. Euro.

Im Vergleich zu anderen PV-Anlagen auf landeseigenen Gebäuden erscheinen diese Kosten unverhältnismäßig hoch. Die Anlage auf dem Zentrallager des Staatstheaters in Stuttgart mit einer Modulfläche von ca. 800 Quadratmetern und einer Leistung von 179 Kilowatt-Peak verursachte z. B. Investitionskosten von rund 360.000 Euro. Damit wäre die Anlage auf dem Landtag mindestens viermal so teuer – und dies bei einer niedrigeren Leistung! 

Wichtig ist aus Sicht des Bundes der Steuerzahler, dass bei solchen Investitionen vor allem die Wirtschaftlichkeit beachtet wird. Das bedeutet, es sollte natürlich ein möglichst hoher Ertrag erzielt werden, wenn Steuergelder für eine Solaranlage auf einem landeseigenen Gebäude in die Hand genommen werden. Insofern kann man aus der Perspektive der Steuerzahler bezüglich der Planungen auf dem Landtagsdach wohl von Symbolpolitik sprechen. 

Foto: Michael Weiß

Der Bund der Steuerzahler meint

Die Landesregierung sollte mit Blick auf die hohen Kosten von der geplanten Solaranlage auf dem Landtag Abstand nehmen. Es gibt zahlreiche andere Landesgebäude, bei denen die Installation einer Photovoltaikanlage deutlich rentabler sein dürfte.

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Autor des Artikels

Michael Beyer

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