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10.03.2026

Ungenutzter Rotlicht-Container wurde abtransportiert

Aus für misslungenes „Rotlicht“-Projekt in Trier

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Was ist passiert?

Trier (RP). Vor Jahren wurden in Trier die Sexarbeiterinnen per Sperrgebietsverordnung in ein Gewerbegebiet verbannt. Als freiwilligen „Ausgleich“ dafür, dass die Prostituierten ihrer Arbeit nun im nachts eher verwaisten Gewerbegebiet nachgehen würden, stellte Trier im April 2023 in der Gottbillstraße einen Container auf. Dieser beinhaltete ein WC und einen Aufenthaltsraum – und bot damit auch Schutz z. B. vor Regen und Kälte.

Problem: Der Container war stets abgeschlossen. Wollte eine Prostituierte diesen nutzen, dann musste sie sich zuerst im Rathaus, Ordnungsamt oder Gesundheitsamt den Schlüssel abholen. Für die verantwortlichen Politiker und Beamten wohl überraschend, tatsächlich jedoch absehbar, nutzte keine einzige Sexarbeiterin dieses Angebot der Stadt. 

Doch auch ungenutzte Container verursachen Kosten für die Steuerzahler, wenn diese wie in Trier von der Stadt angemietet wurden. Dazu kamen noch Ausgaben für Wasser, Ver- und Entsorgung. Im Oktober 2025 haben wir diese misslungene Aktion im Schwarzbuch scharf kritisiert und die Stadt aufgefordert, diese umgehend zu beenden. Der Fall ging durch die Medien. Und siehe da – bereits im November 2025 wurde der ungenutzte Container abtransportiert und der Mietvertrag von der Stadt gekündigt. Alles in allem hat Trier diese Aktion insgesamt fast 15.000 Euro gekostet.

Foto: Chai2023

Der Bund der Steuerzahler meint

Auch an sich gut gemeinte Projekte können Steuergeld verbrennen, weil sie nicht zu Ende gedacht wurden – so wie beim Rotlicht-Container in Trier. Eine wirklich hilfreiche Maßnahme für die Prostituierten ist die Stadt leider schuldig geblieben. Doch zumindest hat diese Posse nun ein Ende.

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Autor des Artikels

René Quante

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Bemerkungen :

  • user
    peter hartmann 24/03/2026 um 16:53

    sagen wir es so...::

    als prostituierte wollte ich mich auf der gemeinde-stadtverwaltung gerade nicht outen. auch nicht, wenn es sich um mehrere kolleginnen handelt und die damen die schlüssel weitergeben würden.

    wie sie schon sagen... es ist nicht zu ende gedacht.
    wie so üblich bei unserern politikern.
  • user
    Rainer Kandler 24/03/2026 um 15:55

    Wie kann man nur auf die Idee kommen, den Schlüssel im Rathaus abzuholen. Wenn dann ist dort ab 17 Uhr niemand mehr erreichbar.
    Arbeiten Prostituierte nur tagsüber?
  • user
    Detlef Bieber 24/03/2026 um 11:26

    Hallo, man könnte ja auch den Gedanken kommen, dass es keine Prostitution mehr in Trier gibt!!! Dann wäre ein politischer Erfolg.