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  • Nordrhein-Westfalen
  • Verschwendung droht
09.11.2021

Teures Eigentor droht

16 Mio. Euro für ein Drittligastadion – dabei spielt der KFC Uerdingen künftig wohl nur noch in der Regionalliga

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Was ist passiert?

Krefeld (NRW) Im Dezember 2020 hatte der Rat der Stadt mit knapper Mehrheit die Sanierung des Grotenburg-Stadions in Höhe von 18 Mio. Euro abgelehnt – zunächst. Im März 2021 wurde erneut abgestimmt und eine Sanierung für 16,3 Mio. Euro beschlossen. 1,15 Mio. Euro kommen hinzu, um einen Instandhaltungsstau zu beheben.

Mittlerweile fragen sich viele Bürger in Krefeld, ob diese Kosten für ein drittligataugliches Stadion zu rechtfertigen sind. Der KFC-Uerdingen hatte immer wieder mit finanziellen Schieflagen zu kämpfen. Im Jahr 2021 haben sich bereits zwei Investoren der GmbH verabschiedet. Die für den Profifußball verantwortliche GmbH des KFC Uerdingen ist mittlerweile insolvent, musste aus der 3. Liga zwangsabsteigen, weil die Lizenzbedingungen nicht mehr erfüllt werden konnten – und wird voraussichtlich liquidiert. Nun ist wieder der KFC Uerdingen 05 e. V. am Ball. Bis Redaktionsschluss konnte kein Kader und auch kein Trainerstab präsentiert werden.

Die Stadt hingegen hält an ihren Plänen, das Stadion drittligatauglich zu machen, fest. Doch eine Wirtschaftlichkeitsberechnung für das Projekt „Stadionsanierung“ gibt es nicht. Mehrfach war der Verein nicht mehr in der Lage, die Miete für seine Ausweichspielstätten zu bezahlen. Als der Verein noch in der Grotenburg spielen konnte, betrugen die Mietzahlungen zuletzt 5.000 Euro jährlich. Da noch nicht bekannt ist, ob und in welcher Liga der KFC demnächst spielen wird, existiert für die künftige Nutzung noch keine Mietberechnung.

Nach Auskunft der Stadt ist ein Umschwenken auf eine Sanierung nach Regionalligastandard nicht möglich: „Die Planung zur Drittligatauglichkeit ist zu circa 80 Prozent abgeschlossen. Eine etwaige Umplanung für die Regionalliga würde Mehrkosten verursachen und kaum zeitliche Vorteile bei der Umsetzung bringen.“ So plant die Stadt aktuell, das Stadion nicht nur für den KFC zu ertüchtigen, sondern auch für sowohl kulturelle, sportliche als auch schulische Veranstaltungen. Dagegen wäre grundsätzlich nichts einzuwenden, wenn es im näheren Umfeld nicht bereits diverse Stadien gäbe, in denen das schon möglich ist. So drängt sich der Verdacht auf, dass diese weiteren Nutzungen Feigenblätter sind, um Kritiker der teuren Sanierung zum Schweigen zu bringen.

Bislang liegen nur Ideen vor und die Gründung einer Stadiongesellschaft wird noch geprüft. Bis Redaktionsschluss waren die Folgekosten einer Stadiongesellschaft noch nicht berechnet, eine Wirtschaftlichkeitsprüfung lag nicht vor.

Foto: Oliver T. Müller 

Der Bund der Steuerzahler meint

Der Stadt droht ein Eigentor. Nach Jahrzehnten der Haushaltssicherung sind die Hebesätze in Krefeld noch immer sehr hoch. Angesichts solcher Herausforderungen kann die teure Sanierung der Grotenburg nicht im Interesse des Gemeinwohls liegen.

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Autor des Artikels

Andrea Defeld

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