Newsletter

Der Schutz Ihrer Daten ist uns wichtig. Diese Hinweise zum Datenschutz finden Sie in unseren Datenschutzrichtlinien. Diesen stimme ich zu.

Die mit einem * gekennzeichneten Felder sind Pflichtfelder


Besuchen Sie uns

News Bild 528
  • Baden-Württemberg
  • Brücken, Straßen und Verkehr
27.10.2020

Schotter für südbadischen Radweg

Wenn der Radweg von der Fahrbahn abgeknapst wird…

Scrollenaccordion-icon

Was ist passiert?

Gottenheim (BW). Allerorten entstehen neue Radwege, weil der Anteil des Radverkehrs am Verkehrsaufkommen deutlich erhöht werden soll. Radwege werden neu gebaut oder, wie zwischen Gottenheim und Umkirch im Südbadischen, von der Fahrbahn quasi „abgezwackt“.

Dort wurde an der Landesstraße 115 ein Trennstreifen zwischen Fahrbahn und Radweg herausgefräst. Die ursprünglich bis zu 7,70 m breite Straße schrumpfte so auf maximal 5,60 m. Der neue Radweg ist 1,60 m breit. Inklusive neuer Fahrbahndecke und Radweg kostete diese Maßnahme 160.000 Euro.

Was auf dem Papier noch gut klingt, erwies sich in der Wirklichkeit als weniger gelungen. Es zeigte sich nämlich, dass der Radweg laut zahlreicher Radfahrer zu schmal ist, um einen gefahrlosen Begegnungsverkehr zu gewährleisten. Treffen sich zwei Radfahrer, vor allem, wenn diese auch noch mit einem Anhänger unterwegs sind, muss einer ins Grün fahren – und das auch noch möglichst auf der richtigen Seite. Die Trennung zwischen Autostraße und Radweg ist nämlich tückisch: Gerade einmal 50 cm Schotterrasen liegen dazwischen. Schnell stellte sich heraus, dass die Autos beim nahen Vorbeifahren auch noch Schotter auf den Fahrradweg wirbeln – ebenfalls sehr zum Unmut der Radfahrer, deren Sicherheit dadurch zusätzlich in Gefahr ist.

Bis der Zwischenrasen richtig gewachsen ist, sollen Warnbaken helfen. Damit hofft man, auch den Radweg sauber zu halten und für die Sicherheit der Radfahrer sorgen zu können. Doch so richtig scheinen die Verantwortlichen dieser Lösung nicht zu trauen, denn sowohl Gottenheim als auch Umkirch haben sich dafür ausgesprochen, dass – als sichere Trennung – eine Schutzplanke zwischen Radweg und Straße errichtet werden soll. Kosten: nochmals 60.000 Euro. Zu zahlen – wie auch die gesamte Ausgleichsmaßnahme – vom Bund.

Damit wäre der Radweg zwar sauberer, aber leider immer noch zu schmal. Aber was nicht ist, kann ja noch werden. Die beiden Gemeinden werden künftig allein entscheiden, ob und wie der Radweg verbreitert wird. Dabei werden dann gegebenenfalls auch wieder die Steuerzahler – aufgrund des Gesetzes über Zuwendungen des Landes zur Verbesserung der Verkehrsverhältnisse der Gemeinden (LGVFG) – mit im Finanzierungsboot sein.

Foto (Symbolbild): pixabay/MichaelGaida

Der Bund der Steuerzahler meint

Bei sorgfältigerer Planung hätte man die Nachbesserung sicher vermeiden und dieses Geld besser investieren können.

Fragen an den Autor

Autor des Artikels

Michael Weiss

Spenden Sie für unsere Arbeit!

Als gemeinnützige Organisation sind wir auf Ihre Mithilfe angewiesen um Steuergeldverschwendungen wie diese aufzudecken. Unterstützen Sie uns mit einer kleinen Spende damit wir weiterhin Steuergeldverschwendung aufdecken können.

Sag uns deine Meinung

Teil uns mit, was du
denkst!

Kommentare und Antworten

×

Name ist erforderlich!

Geben Sie einen gültigen Namen ein

Gültige E-Mail ist erforderlich!

Gib eine gültige E-Mail Adresse ein

Kommentar ist erforderlich!

Akzeptieren der Bedingungen ist erforderlich!

bitte bestätigen

* Diese Felder sind erforderlich.

Sei der erste der kommentiert