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  • Mecklenburg-Vorpommern
  • Teure Fehler
26.03.2020

Provinzposse von Scharpzow

Teure Solarleuchten lassen Bürger im Dunklen stehen

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Was ist passiert?

Malchin. Vier Winter in Folge standen die Anwohner des Malchiner Ortsteils Scharpzow unfreiwillig im Dunkeln. Und das, obwohl sie ordnungsgemäß ihre Anwohnerbeiträge zum Ausbau der Straßenbeleuchtung entrichtet hatten und vor ihrer Tür nigelnagelneue Lampen montiert wurden. Solarleuchten sollten nicht nur den Anwohnern, sondern auch der Umwelt zu Liebe die Nacht zum Tag werden lassen. Doch die dunkle Jahreszeit und der regelmäßig verhangene Himmel machten dem Vorzeigeprojekt, für das knapp 65.000 Euro Fördermittel flossen, den Garaus.

Vermutlich sind die ausgewählten Modelle nicht für die norddeutschen Breitengrade tauglich. Vielleicht sind sie auch einfach defekt. So genau weiß das auch nach dem vierten Winter ohne Licht noch niemand. Was man jedoch weiß, ist: Abgebaut werden dürfen die Lampen nicht. Denn dann müsste die Förderung zurückgezahlt werden. Das aber kann sich die Gemeinde nicht leisten und die Anwohnerinnen und Anwohner stünden erneut ohne Straßenbeleuchtung da. Die Not ist groß, weshalb der Bürgermeister eine Versetzung der 31 (!) Lampen an die örtliche Bushaltestelle erwägt. Eine waschechte Provinzposse.

Der Bund der Steuerzahler hatte bereits Sommer des vergangenen Jahres mit der betreffenden Gemeinde und dem Bürgermeister Kontakt aufgenommen und sich nach dem Problem und der angedachten Lösung erkundigt. Nach seinen Aussagen hatte die Verwaltung inzwischen die Information erhalten, dass Solarleuchten zwischen dem 45. und 60. Breitengrad nicht für einen dauerhaften Betrieb einsetzbar sind.

Foto: Diana Behr, Bund der Steuerzahler

Der Bund der Steuerzahler fordert

Die Anwohner dürfen nicht im Dunkeln stehengelassen werden, zumal sie durch die Anwohnerbeiträge bereits zusätzlich belastet wurden. Die Gemeinde sollte zudem mögliche Schadensersatzansprüche schnell durchzusetzen und dafür, wenn notwendig, auch Unterstützung vom Energieministerium erhalten.

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Autor des Artikels

Michaela Skott

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