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29.10.2019

Noch immer kein Licht am Ende des Tunnels

Sanierter Tunnel wird immer wieder für Autos gesperrt

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Was ist passiert?

Rendsburg. Seit 2011 wird der Autotunnel unter dem Nord-Ostsee-Kanal in Rendsburg saniert. Eigentlich war das Ende der Arbeiten im Jahr 2013 mit Kosten von rund 25 Mio. Euro geplant. Doch schon die erste Hälfte der Sanierung (Oströhre) dauerte bis Oktober 2016. Immer wieder gab es Überraschungen, weil die Bauvorbereitung und Planung nicht den tatsächlichen Verhältnissen entsprachen. Hinzu kam Streit mit den ausführenden Baufirmen.

Die zuständige Wasser-und Schifffahrtsverwaltung hatte daraufhin versprochen, bei der zweiten Hälfte der Sanierung (Weströhre) genauer hinzuschauen und auf die Einhaltung von Terminen zu achten. Man habe aus den Fehlern gelernt, so die vollmundige Zusage.

Doch nun kommt es anders: Zwar sind die Fahrbahnen fertig und Anfang Februar 2020 können alle vier Fahrspuren genutzt werden. Doch die so wichtige Betriebs-, Sicherheits- und Verkehrstechnik wird dann noch nicht einsatzbereit sein. Zu ihrer Installation wird es immer wieder kurzfristige Sperrungen geben, die sich in der Summe auf weitere sechs Monate belaufen werden. Die Verkehrsfreigabe ist also nur eine Mogelpackung! Und die Kosten steigen weiter: Inzwischen rechnet man mit voraussichtlich 90 Mio. Euro − also fast dem Vierfachen des ursprünglich Veranschlagten! Unsere Befürchtungen aus dem Schwarzbuch 2017/18 sind damit bittere Realität geworden.

(Foto: WISAG Industrieservice Holding GmbH)

Der Bund der Steuerzahler fordert

Die Wasser- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes zeigt sich mit komplexen Straßenplanungsarbeiten überfordert. Deshalb müssen solche Aufgaben künftig an andere Einrichtungen übertragen werden.

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Autor des Artikels

Rainer Kersten

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Bemerkungen :

  • user
    Stritzel 30/10/2019 um 08:45

    Bei der Auftragsvergabe ist in meinen Augen das Problem das der günstigste Anbieter ausgewählt wird. Dann kam hinzu das viele der Probleme welche es im Nachhinein teurer gemacht haben aus den ursprünglichen Bauplänen der Erstbauung nicht vorgesehen bzw. vermerkt waren.


    Soweit meine Meinung aus den Informationen welche ich den öffentlichen Medien entnehmen konnte.


    Es sind zu viele die Entscheidungen treffen müssen und am Ende keine Verantwortung übernehmen wollen.