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29.10.2019

Neue Tribüne jetzt doch aus Vereins-Eigenmitteln finanziert

Verein zahlt neue Tribüne selbst

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Was ist passiert?

Kiel. Als der Fußballverein Holstein Kiel zur Saison 2017/2018 in die 2. Fußballbundesliga aufstieg, stand sofort die neue Anforderung im Raum, das Stadion auszubauen. Denn die Deutsche Fußball Liga verlangt Mindeststandards für Zweitliga-Spielstätten. In der ersten Euphorie bewilligte der Landtag 7 Mio. Euro für eine neue Osttribüne, wenn sich Stadt und Verein ebenfalls mit jeweils rund 1,7 Mio. Euro beteiligen würden. Der Bund der Steuerzahler kritisierte schon im Schwarzbuch 2017/18 die Finanzierung des Profifußballs aus Steuermitteln, weil ein Verein durch den Aufstieg jährlich Millionen Euro aus Fernsehrechten erhält.

Aus anderen Gründen stockte jedoch der geplante Ausbau auf Steuerzahlerkosten: Zunächst stiegen die geplanten Baukosten von 10,4 auf 12 Mio. Euro, dann wurde auf die europaweite Ausschreibung, die durch die staatlichen Fördermittel notwendig wurde, nicht ein einziges Angebot abgegeben. Kein Bauunternehmen war bereit gewesen, die Tribüne in der vorgesehenen Zeit fertigzustellen.

Nach der BdSt-Kritik und als sich abzeichnete, dass die Kosten steigen würden, wurde eine andere Lösung gesucht. Und die ist besser: Mit Eigenmitteln finanzierte der Verein eine überdachte Stahlrohrkonstruktion für immerhin 5.500 zusätzliche Besucher. Damit wurde das Stadion auf die Mindestgröße für die 2. Fußballbundesliga ausgebaut. Die Kosten werden mit „nur“ 4 Mio. Euro angegeben und können über einen Kredit finanziert werden, der sich durch die zusätzlichen Eintrittsgelder amortisiert.

Foto: Uwe Paesler

Der Bund der Steuerzahler meint

Mit dieser Lösung bleibt die Freude über den erfolgreichen Fußball in Kiel auch für die Steuerzahler ungetrübt.

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Autor des Artikels

Rainer Kersten

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