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29.10.2019

Kulturberater zur Geldvermittlung

Steuergeld bereitgestellt, damit Künstler leichter Steuergeld erhalten

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Was ist passiert?

Rheinland-Pfalz. Kulturförderung ist längst auf allen politischen Ebenen angekommen. Allerdings beschränkt sich diese keineswegs auf eigene Angebote wie staatliche Theater, Opern und Museen. Auch wenn es um freie Künstler geht, spielen EU, Bund, Länder und teils auch die Kommunen gern den huldvollen Mäzen mit einem vielfältigen Förderangebot.

Wer in Rheinland-Pfalz von „brotloser Kunst“ spricht, hat vermutlich nur noch nicht den passenden Förderantrag gefunden. Im Mai 2019 hat nun aber das Kulturministerium im Norden und Süden des Landes jeweils eine „regionale Servicestelle für Kulturschaffende“ eingerichtet. Die „Kulturberater“ geben Orientierung bei den Fördermöglichkeiten und helfen sogar beim Ausfüllen der Anträge, denn die Kulturschaffenden sollen von der Verwaltungsarbeit entlastet werden. Zudem sollen die Berater bei der Vernetzung und Koordinierung der freien Künstlerszene helfen.

Aber die beiden Kulturberater leben nicht von Luft und Liebe allein. Deshalb hilft das Land Rheinland-Pfalz mit 100.000 Euro pro Jahr weiter. Und wer weiß, vielleicht wird es in Zukunft noch mehr Kulturberater geben? Denn abhängig vom Erfolg des für Rheinland-Pfalz bislang beispiellosen Projekts könnte ein Ausbau anstehen. Aber wie wird der Erfolg definiert? Etwa vom Grad der finanziellen Abschöpfung der Förderprogramme?

Foto (Symbolbild): Samuel Castro on Unsplash

Der Bund der Steuerzahler meint

Steuergeld bereitzustellen, um Kunst zu fördern, ist sicher nicht verkehrt. Aber Steuergeld bereitzustellen, damit Künstler leichter anderes Steuergeld erhalten können? Das deutsche Steuerrecht ist gewiss unübersichtlicher als der staatliche Förderdschungel für Kulturschaffende. Aber gibt es deswegen eine vom Land finanzierte Steuerberatung? In diesem Sinne ist es sicher nicht zu viel verlangt, auch von Kunstschaffenden zu erwarten, dass sie sich selbst um ihre Förderanliegen kümmern. Und wenn es dazu Fragen geben sollte, beantworten die zuständigen Stellen bei EU, Bund, Ländern und Kommunen diese sicher gern – auch ohne Kulturberater.

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Autor des Artikels

René Quante

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