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  • Schleswig-Holstein
  • Teure Imagepflege
29.10.2019

Gold-Zertifizierung für neues Rathaus

72.000 Euro für Nachhaltigkeits-Zertifikat

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Was ist passiert?

Elmshorn. Die Stadt Elmshorn braucht ein neues Rathaus. Grund: Das derzeitige Gebäude aus den 1960er-Jahren entspricht nicht mehr den heutigen Ansprüchen. Das gilt nicht nur für das Raumkonzept und die Baustandards, sondern auch für die Schadstoffbelastung. Darum hat die Stadtvertretung bereits 2012 den Beschluss gefasst, ein neues Rathaus zu bauen.

Mittlerweile steht der Standort fest, und ein Realisierungswettbewerb wurde im Dezember 2017 abgeschlossen. Nach aktuellem Terminplan ist der Baubeginn für 2023 vorgesehen. Ohne Grundstückskosten und Stellplätze wird derzeit mit rund 18,7 Mio. Euro netto für die 300 vorgesehenen Arbeitsplätze geplant. Doch die Ausführungsplanungen sollen jetzt erst beginnen.

Während also die Kostenschätzungen und der Zeitplan noch sehr vage sind, hat sich die Stadtvertretung in einem anderen Punkt bereits festgelegt: Man will als Bauherr vorbildlich sein und sämtliche Auswirkungen des Gebäudes über die gesamte Lebensdauer auf die Umwelt, die Menschen und die Wirtschaftlichkeit optimieren. Deshalb soll das neue Rathaus nach den Kriterien der Deutschen Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen eine Gold-Zertifizierung erhalten. Die Erfüllung der damit verbundenen Qualitätskriterien ist Gegenstand aller Ausschreibungen. Für die Gebühren und Auditorenleistung rechnet man mit zusätzlichen Kosten von rund 72.000 Euro brutto.

Foto (Symbolbild): Riccardo Annandale on Unsplash

Der Bund der Steuerzahler meint

Die Kriterien für nachhaltiges Bauen sind bekannt. Sie können auch ohne Zertifizierung erfüllt werden. Statt Auditoren zu bezahlen, sollte das Geld besser in die ökologische Ausstattung gesteckt werden.

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Bemerkungen :

  • user
    Felix Jansen 13/01/2020 um 08:57

    Diese Einschätzung ist so mehr als unangemessen, da offensichtlich das Prinzip der Gebäudezertifizierung und die damit verbundenen Mehrwerte grundlegend missverstanden wurden. Siehe hierzu auch: https://blog.dgnb.de/schwarzbuch-dgnb-zertifizierung/

  • user
    Johannes Stöbe 10/01/2020 um 16:21

    Sieht man diese "Imagepflege" zudem im Gesamtkontext, so fällt auf, dass sie einen Anteil an den Projektkosten dieses Projekts von gerade einmal 0,3% hat. Das halte ich nicht gerade für eine nennenswerte "Verschwendung" dafür, dass am Ende ein zukunftsfähiges Gebäude realisiert wird.

  • user
    Ulrich Schweig 08/01/2020 um 07:51

    Das System der DGNB umfasst rund 37 Kriterien mit über 200 Indikatoren. Jeweilige Innovationsräume, Klimaschutz und / oder Circular Economy Boni nicht mitgerechnet. Und das ist alles bekannt? Und wer orchestriert das für ein optimal geplantes und gebautes Gebäude, wenn nicht ein DGNB-Auditor? Oder braucht eine Fußballmannschaft keinen Trainer? Da stehen nur 11 auf dem Platz!

  • user
    Sven Herrmann 08/12/2019 um 01:22

    Ich bin der Meinung, dass es sich lohnt, weil es sich hierbei um eine Qualitätssicherungsmaßnahme mit vielen Aspekten handelt. Ziel ist es, das Rathaus nachhaltig zu bauen.



    Dabei stehen öklologische und ökonomische Aspekte im Vordergrund. Das fängt bei den Betriebskosten an, geht über das gesamte Thema Raumbedingungen für die Mitarbeiter und Besucher - und endet schließlich darin, dass Materialien beim Bau verwendet werden, die nach dem Lebenszyklus des Gebäudes wiederverwendet werden können (Vermeidung von Abfällen beim Abriss des Gebäudes).



    Qualitätsmanagement bedingt, dass ein unabhängiger Dritter Baupläne und auch die Ausführung entsprechend begutachtet. Die Zertifizierung ist damit ein sehr gutes Instrument zur Steigerung der Qualität und ist in der freien Wirtschaft in anderen Feldern gängige Praxis.



    Die Stadt wird von dieser Investition durch niedrigere Betriebskosten, ein besseres Raumklima und durch die Nutzung ökologischer Materialien das Gebäude länger nutzen können und bieten den Mitarbeitern zugleich einen Arbeitsplatz ohne zusätzliche Schadstoffbelastung.



    Ich teile die Meinung des Bundes der Steuerzahler in diesem Fall nicht.