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27.10.2020

Gesellschaftsjagd des Ministerpräsidenten abgeblasen

Schwarzbuch sorgte für das Aus einer unzeitgemäßen Tradition auf Steuerzahlerkosten

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Was ist passiert?

Hessen. Im Schwarzbuch 2016 kritisierte der Bund der Steuerzahler, dass der Hessische Ministerpräsident Ende 2015 wieder einmal einen ausgewählten Kreis zu einer Gesellschaftsjagd mit anschließendem Festessen in einem Fünf-Sterne-Hotel geladen hatte. Die Kosten für die Steuerzahler betrugen damals rund 16.000 Euro. Hinzu kamen Aufwendungen für einen Polizeieinsatz wegen Protesten aus der Bevölkerung. Der BdSt forderte damals, solch unzeitgemäße und teure Jagdveranstaltungen ersatzlos zu streichen. Es entwickelte sich eine Debatte in den Medien und der Gesellschaft, die auch die Politik erreichte. Tatsächlich verzichtete das Land dann auf derlei Events. Auf eine Anfrage des BdSt erklärte der stellvertretende Regierungssprecher Anfang 2020, dass „nach der Gesellschaftsjagd im November 2015 (…) weder die Staatskanzlei noch das Umweltministerium erneut zu einer solchen Jagd eingeladen [haben]. Derzeit gibt es auch keine Planungen zur Durchführung einer Gesellschaftsjagd“.

Foto: Moritz Venner

Der Bund der Steuerzahler meint

Auch wenn es bei der Gesellschaftsjagd des Ministerpräsidenten nur um einen vergleichsweise geringen Ausgabenposten ging, zeugte diese Veranstaltung nicht gerade von Fingerspitzengefühl. Gut, dass sich Hessen endlich ein Beispiel an anderen Bundesländern genommen hat, wo solche Jagdveranstaltungen schon länger Geschichte sind. Neben Protesten aus der Bevölkerung hat auch das Schwarzbuch seinen Teil dazu beigetragen.

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Autor des Artikels

Moritz Venner

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