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  • Baden-Württemberg
  • Richtig skurril!
09.11.2021

Eine Holzwand, die großen Ärger macht

85.000 Euro teure Holzkonstruktion sorgt für großes Unverständnis

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Was ist passiert?

Stuttgart (BW). Eine 21 m lange für inklusive aller dafür notwendigen Arbeiten 85.000 Euro teuer aufgestellte Bretterwand statt eines Blickes in die Natur – dieses Szenario bietet sich derzeit den Besuchern des Stuttgarter Max-Eyth-Sees. Ziel des Wandbaus, der gemeinsam vom Garten- und Umweltamt der Stadt Stuttgart ausgeführt wurde, ist der bessere Schutz für brütende Vögel. So sieht es der vom Stuttgarter Regierungspräsidium aufgestellte Managementplan für das „Vogelschutzgebiet Max-Eyth-See“ vor, der dafür sorgen soll, dass das Gewässer Teil der gesamteuropäischen Naturschutzkonzeption „Natura 2000“ ist. Schaut man in die Beschreibung zu Management und Sicherung dieser „Natura 2000“-Konzeption, findet sich folgender Satz: „Eine dauerhafte Sicherung der Vogelschutzgebiete wird dann besonders erfolgreich sein, wenn deren Wert und ihre Schutzbedürftigkeit von der Bevölkerung akzeptiert und mitgetragen werden.“

Genau das ist am Stuttgarter Max-Eyth-See nicht der Fall. Zunächst schimpften Spaziergänger und Tierfotografen über die massive und nahezu blickdichte Holzwandkonstruktion, dann forderten gleich mehrere Fraktionen des Stuttgarter Gemeinderats den Abriss oder zumindest größere Korrekturen.

Mittlerweile wurde in den beiden eingebauten Wandgucklöchern das Plexiglas entfernt. Besucher und Tierfotografen haben jetzt wieder einen etwas besseren Blick auf die Vögel hinter dem Zaun. Dass es weitere Umbaumaßnahmen am Zaun gibt, die bisher entstandene Kosten weiter in die Höhe treiben, ist gut möglich.

Entwicklungen wie diese hätten allerdings am Stuttgarter Max-Eyth-See ohne größere Probleme verhindert werden können – nämlich dann, wenn man die massive Holzwand nicht einfach hochgezogen, sondern vor dem Bau auf der Suche nach einer möglichst hohen Akzeptanz im Dialog mit verschiedenen Seiten geprüft hätte, ob alles nicht eine Nummer kleiner ausfallen könnte. So wie es die „Natura 2000“-Konzeption für solche Zwecke und zum bestmöglichen Einvernehmen zwischen Mensch und Natur vorsieht.

Foto: Daniel Bilaniuk

Der Bund der Steuerzahler kritisiert

Weil im Vorfeld keine Alternativen geprüft worden sind, sorgt die massive Konstruktion am Stuttgarter Max-Eyth-See, in die inklusive aller Baumaßnahmen 85.000 Euro investiert wurden, jetzt für anhaltend großen Ärger und viel Unverständnis.

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Autor des Artikels

Daniel Bilaniuk

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Bemerkungen :

  • user
    Thomas Fink 18/11/2021 um 16:24
    Die Vögel und andere Tiere gewöhnen sich an die Menschen .
    Das ist eine unnötge sehr teuere Holzmauer.
    Auf meinem Baumstück kommen die Wildvögel sehr nahe heran ,auch wenn wir Grillen.Es Brüten mehrere Vögel in Nistkästen und lassen sich auch nicht
    durch Krach und Lärm stören.
    Auch Rehe laufen vorbei mit Abstand von ca.8m, sie schauen nur mal
    zu uns rüber und gehen gemächlich weiter.
  • user
    Helge 10/11/2021 um 01:53
    Man wüsste gerne einmal, was mit "Sicherung des Vogelschutzgebietes" gemeint sein könnte: Waren an dem Platz Wildschützen oder Steinewerfer am Werk? Wie konnten die Vögel der Gegend diese Grausamkeiten bisher überleben? Der See mitsamt dem Beobachtungsplatz ist ja nicht neu.