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09.11.2021

Ein „Klo“ für Gaimersheim

„Stilles Örtchen“ in Gaimersheim sorgt für Aufsehen

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Was ist passiert?

Gaimersheim (BY). In diesem Jahr schafft es wieder einmal ein „stilles Örtchen“ in das Schwarzbuch des Bundes der Steuerzahler. Der Markt Gaimersheim im Landkreis Eichstätt hat eine rund 12 qm große Toilettenanlage mit überdachtem Wartebereich am Bahnhofsgelände errichtet.

Die Toilettenanlage besteht aus einem behindertengerechten WC mit Wickelmöglichkeit und einem separaten Urinal, die jeweils automatisch per Knopfdruck zu öffnen und zu schließen sind. Beide sind nach Mitteilung der Bürgermeisterin des Marktes Gaimersheim „einfach zu reinigen und vandalismussicher“. Es handele sich hierbei um ein „Produkt von der Stange“.

Auch die Überdachung der Toilettenanlage mit angrenzendem Wartebereich sei ein „Fertigprodukt“. Da die Überdachung nach allen Seiten offen ist, beschwerten sich Fahrgäste beim Bund der Steuerzahler darüber, „dass man selbst bei mäßigem Wind und Regen unter dem Glasdach einen Regenschirm benötige“.

Die Kosten für diese Toilettenanlage beliefen sich auf 230.000 Euro, einschließlich Versorgungsleitungen und Pflas terarbeiten. „Zudem hat der Markt Gaimersheim die Abstellmöglichkeiten für Fahrräder und Pkw erweitert, zwei behindertengerechte Bushaltestellen geschaffen und die gesamte Anlage auch mit Leuchtmitteln ausgestattet“

Nach Mitteilung der Bürgermeisterin des Marktes Gaimersheim sind „die Kosten im Baugewerbe in den letzten Jahren sehr gestiegen und sicher kann man eine WC-Anlage im öffentlichen Raum auch nicht mit privaten Bauten vergleichen, da viele verschiedene Menschen die Anlage nutzen und sicher nicht alle pfleglich damit umgehen“. Außerdem könne „die gesamte Anlage mit überschaubarem Aufwand“ verlegt werden.

Dies ist wahrscheinlich notwendig, wenn die Deutsche Bahn AG den Gleiszugang infolge eines Umbaus des Gaimersheimer Bahnhofs verlegen wird. „Da sich diese Maßnahme schon einige Jahre hinzieht und der Bedarf einer Toilette am Bahnhof dringend war“, hat man sich – so die Bürgermeisterin des Marktes Gaimersheim – für „eine flexible Lösung mit etwas höheren Kosten entschieden, auch um nachhaltig zu handeln“.

Foto: Maria Ritch/Michael Stocker

 

 

Der Bund der Steuerzahler meint

Die Kosten für die öffentliche WC-Anlage erscheinen hoch, bekommt man doch in der Umgebung für diesen Preis zu einem Klo mit etwas Glück noch zusätzlich ein paar Räumlichkeiten dazu.

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Autor des Artikels

Maria Ritch

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