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  • Baden-Württemberg
  • Teure Fehler
14.06.2022

Ein Bücherschrank für Riesen

Ein Planungsfehler bringt manchen Bürger um den Lesespaß

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Was ist passiert?

Mössingen (BW). In Mössingen bei Tübingen ist ein neuer öffentlich aufgestellter Bücherschrank Gegenstand vieler Diskussionen. Weil beim Installieren der darunterliegende Steinsockel nicht bedacht wurde, sind die oberen Regale nur für außergewöhnlich groß gewachsene Leser erreichbar.

Die Idee aus dem Mössinger Rathaus war nachvollziehbar: Durch einen in der zentrumsnahen Bahnhofstraße aufgestellten Bücherschrank soll „ein zusätzliches Angebot von Lesestoff für Bürgerinnen und Bürger“ geschaffen werden. Weniger gut waren allerdings dann die Planungen rund um die Aufstellung der neuen Mössinger Anlaufstelle. Und somit sorgt der 15.000 Euro teure Schrank, der aus dem städtischen Haushalt im Rahmen der Innenstadtentwicklung finanziert wurde, jetzt für einiges Kopfschütteln.

Denn weder Bauamt noch Verwaltung noch Gemeinderat hatten im Vorfeld bedacht, dass der auf einem 40 cm hohen Steinsockel installierte Schrank wegen dieses Unterbaus letztlich auf eine Höhe von 2,60 m kommt. Eine Höhe verbunden mit der Tatsache, dass die oberen Regale für nicht gerade außergewöhnlich groß gewachsene Bürger überhaupt nicht erreichbar sind.

Immerhin: Die Stadt sah ihren Fauxpas direkt ein: „Bei der Planung ist leider ein Fehler passiert, was die Höhe des obersten Buchregals angeht“, heißt es auf BdSt-Nachfrage aus dem Mössinger Rathaus.

Foto: Daniel Bilaniuk

Der Bund der Steuerzahler meint

Noch besser als diese Einsicht aus dem Rathaus wäre eine sorgfältigere Planung im Vorfeld gewesen. Dann hätten die 15.000 Euro an Steuergeldern effektiver eingesetzt werden können.

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Autor des Artikels

Daniel Bilaniuk

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Bemerkungen :

  • user
    Wolfgang Petri 18/06/2022 um 21:17

    Was passiert denn nun weiter? Stellt die Stadt Mössingen nun eine Leiter, nebst Sicherungskraft, an den Bücherschrank?? Wird er vielleicht umgebaut??


    Wie werden die Mitarbeiter, die für diese gravierende Fehlplanung verantwortlich sind nun mit Steuerzahlergeld "belohnt"?


    Was kostet uns diese "Wurstigkeit" in der Planung?

  • user
    Manfred Krumme 16/06/2022 um 18:16

    Alles gut und schön - oder auch nicht!


    Solange die Verantwortlichen nicht persönlich haftbar gemacht werden, wird sich auch nichts ändern.


    Egal um welchen Bereich der Verschwendung es geht, es gibt immer jemanden der die Dinge am Laufen hält oder nicht, und wenn nicht, dann muß es eben Konsequenzen geben.


    Auf diese Weise könnte man den Verantwortungslevel auf eine Stufe heben, wo mit unseren, und oft genug, hart erarbeiteten Geldern sinnvoller umgegangen würde.