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  • Baden-Württemberg
  • Verschwendung droht
10.02.2021

Ein Aussichtsturm zur Identitätsbildung?

„Eindrucksvolle Blicke“ in Stuttgart-Heumaden könnten Steuerzahler fast 600.000 Euro kosten

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Was ist passiert?

Stuttgart. Am Rande des Stuttgarter Stadtteils Heumaden soll ein Aussichtsturm in der Formgebung eines Apfelkerns realisiert werden. Hier denkt man vor allem an Fahrradfahrer und Spaziergänger, die bei einem Zwischenstopp ihren Blick über die Landschaft schweifen lassen können. Die 13 Meter hohe und öffentlich zugängliche Skulptur aus Holz wird in einer städtischen Gemeinderatsdrucksache als Sinnbild und markante Landmarke für die umgebende Kulturlandschaft bezeichnet.

Aber nicht nur das: Laut Gemeinderatsdrucksache soll der Aussichtsturm als Teil des Landschaftsraums Filder – ein Gebiet im Süden Stuttgarts und im Landkreis Esslingen – zur Identitätsbildung beitragen und einen eindrucksvollen Ausblick über die erhaltenswerte Kulturlandschaft ermöglichen. Eine Identitätsbildung gegen einen bevorstehenden Identitätsverlust? Denn die Gemeinderatsdrucksache der Landeshauptstadt führt weiter aus: „Auf den Fildern herrscht aufgrund einer prosperierenden Wirtschaft und dem damit verbundenen starken Zuzug in die Region weiterhin ein hoher Siedlungsdruck, der die Gefahr eines unkontrollierten Zusammenwachsens der Filderorte sowie einen damit verbunden Identitätsverlust mit sich bringt.“ Hohe Erwartungen an einen Aussichtsturm!

Der Turm ist ein Projekt des Kommunalen Arbeitskreises Filder (KAF), in dem mehrere Städte und Gemeinden Mitglieder sind. Als Ziel gibt der KAF aus, die kommunale Zusammenarbeit auf den Fildern intensivieren und die Lebensqualität verbessern zu wollen. Der finanzielle Beitrag des KAF für den Turm soll bei knapp 163.000 Euro liegen. Der Verband Region Stuttgart hat eine Förderung von knapp 113.000 Euro zugesagt.

Der Bund der Steuerzahler appelliert an den Stuttgarter Gemeinderat, sich eines Besseren zu besinnen und gegen den geplanten städtischen Kostenanteil in Höhe von 300.000 Euro zu stimmen. Denn so schick der Turm auch werden dürfte: In den nächsten Jahren wird der Steuerzahler die Lasten der Corona-Krise abtragen müssen.

Bild: Philipp Behm, Karte: © OpenStreetMap-Mitwirkende

Der Bund der Steuerzahler meint

Für die kommenden Haushaltsjahre wurden in Stuttgart hohe Defizite prognostiziert. Daher sollte ein Projekt wie der „Apfelkernturm“ abgeblasen werden.

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Autor des Artikels

Michael Beyer

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Bemerkungen :

  • user
    Erika Clasen 19/02/2021 um 16:13
    Wir haben's ja... auf jeden Fall wohl keine anderen Sorgen. Größenwahn und Verschwendungssucht zeichneten schon immer unsere Politiker aus!
  • user
    Heinz-Arno Beyerlein 19/02/2021 um 14:26
    Demokratie ist Mitbestimmung. Jedoch nur bei Zustimmung!
  • user
    Hans Baier 19/02/2021 um 10:53
    Welche rechtliche Möglichkeiten kennen Sie für den Bürger/Steuerzahler dieses unsinnige Vorhaben zu verhindern?
    Kann der BdStZ hiergegen auch erfolgreich prozessieren?
    • user
      Michael Beyer 19/02/2021 um 11:29
      Leider kann der BdSt nicht gegen ein solches Projekt prozessieren. Auch für den einzelnen Bürger gibt es hier keine rechtliche Handhabe. Sie könnten aber z.B. unter www-buegerhaushalt-stuttgart.de noch bis 21.2.21 vorschlagen, dass die Stadt von der anteiligen Finanzierung des Turmes Abstand nehmen soll.
  • user
    Martina Morlock 19/02/2021 um 10:22
    Ich bin auch der Meinung, dass dieser Turm absolut unnötig ist.
    Das Geld könnte man viel besser einsetzen-z.B. in die maroden Schulen und so weiter. Die Kinder sind die Zukunft-da gehört dieses Geld hin
  • user
    Heinrich Späth 19/02/2021 um 10:22
    Das Ganze ist so abgehoben, wie der Lobbiisten-verseuchte Politikzirkus.