
Der ungenutzte „Rotlicht-Container“ wurde abtransportiert
Aus für misslungenes „Rotlicht“-Projekt in Trier
Was ist passiert?
Trier (RP). Vor Jahren wurde der Straßenstrich per Sperrgebietsverordnung in ein Gewerbegebiet verbannt. Als freiwilligen „Ausgleich“ dafür, dass die Prostituierten ihrer Arbeit nun im nachts eher verwaisten Gewerbegebiet nachgehen würden, stellte Trier im April 2023 in der Gottbillstraße einen Container auf. Dieser beinhaltete ein WC und einen Aufenthaltsraum – und bot damit auch Schutz vor Regen und Kälte.
Problem: Der Container war stets abgeschlossen. Wollte eine Prostituierte diesen nutzen, musste sie sich zuerst im Rathaus, Ordnungsamt oder Gesundheitsamt den Schlüssel abholen. Für die verantwortlichen Politiker und Beamten vielleicht überraschend, tatsächlich jedoch absehbar und überdies nachvollziehbar, nutzte keine einzige Sexarbeiterin dieses Angebot der Stadt.
Doch auch ungenutzte Container verursachen Kosten für die Steuerzahler, wenn diese wie in Trier von der Stadt angemietet wurden. Dazu kamen Ausgaben für Wasser, Ver- und Entsorgung. Wir haben diese misslungene Aktion im Schwarzbuch 2025/26 scharf kritisiert und die Stadt aufgefordert, diese umgehend zu beenden. Der Fall ging durch die Medien. Und siehe da – bereits im November 2025 wurde der ungenutzte Container abtransportiert und der Mietvertrag von der Stadt gekündigt. Alles in allem hat Trier diese Aktion insgesamt fast 15.000 Euro gekostet. Abgesehen vom Steuergeld: Geholfen hat diese Aktion tatsächlich niemandem.
Foto: Chai2023
Der Bund der Steuerzahler meint
Auch an sich gut gemeinte Projekte können Steuergeld verbrennen, wenn sie nicht zu Ende gedacht wurden – so wie beim „Rotlicht-Container“ in Trier.
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