
Buswendeschleife mit Hindernis
Buswendeschleife mit Hindernis
Was ist passiert?
Ochsenfurt (BY). Zur Verbesserung des öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV) hat die Stadt Ochsenfurt im Landkreis Würzburg in den Jahren 2023/2024 in ihrem Stadtteil Goßmannsdorf in der Nähe des Bahnhofs eine Buswendeschleife mit barrierefreier Haltestelle errichtet, um auch eine Integration von Menschen mit Behinderungen zu schaffen. Da aber die neuen, von der Allgemeinen Personennahverkehrs GmbH (APG), einem Kommunalunternehmen des Landkreises Würzburg, angeschafften barrierefreien Busse länger sind, konnten diese nicht in einem Zug durch die Wendeschleife fahren. Die neuen Busse hatten einen größeren Flächenbedarf beim Wendekreis. Die Stadt Ochsenfurt wurde von der APG in diesen Ablauf nicht eingebunden. Die Busse kamen aber auch nicht ungeschoren an einem an der Wendeschleife gelegenen Fahrradunterstellplatz vorbei. Daher war ein ordnungsgemäßes Anfahren durch die eingesetzten Busse mit längeren Fahrzeugen in der Zeit von August bis November 2024 nicht möglich.
Der Erste Bürgermeister der Stadt Ochsenfurt ließ insoweit den Bund der Steuerzahler wissen, dass „aufgrund der noch unveränderten Platzierung der Fahrradunterstände ein ordnungsgemäßes Anfahren durch die eingesetzten Busse mit den längeren Fahrzeugen nicht mehr möglich war. Weil man von der Problematik wusste, war die Umsetzung der beiden Fahrradunterstände Teil des barrierefreien Umbaukonzeptes zur Verbesserung des ÖPNV am Bahnhof Goßmannsdorf. Um baldmöglichst ein Heranfahren der Busse an die barrierefreie Haltestelle zu ermöglichen, wurde die Umsetzung der Fahrradunterstände vorgezogen und so der erforderliche Wendekreis für die Wendeschleife hergestellt“. Für eine dauerhafte Abhilfe sorgte also das Versetzen des Fahrradunterstandes Anfang November 2024. „Das Versetzen des Fahrradunterstellplatzes einschließlich Fundamentierung, Pflasterung der Flächen sowie Asphaltierung/Pflasterung von Zwischen- und Randflächen im Umfeld des Unterstellhäuschens“ verursachte Kosten in Höhe von 23.747,34 Euro. In diesem Zusammenhang ließ die Stadt Ochsenfurt den BdSt wissen, dass sie sich bemühe, „barrierefreie Haltestellen für eine gelungene Integration von Menschen mit Behinderungen zu schaffen. Dabei scheuen wir keine Hindernisse, Probleme aus dem Weg zu räumen. So ist der Umbau zu einer barrierefreien Bushaltestelle eben auch mit Ausgaben verbunden. Unsere Bürgerinnen und Bürger, die auf Barrierefreiheit angewiesen sind, sind über diese Umbaumaßnahmen erfreut“.
Foto: Maria Ritch / Michael Stocker
Der Bund der Steuerzahler meint
Auch wenn der Bund der Steuerzahler die Anliegen und Bedürfnisse von Menschen mit Einschränkungen ernst nimmt und die Barrierefreiheit auf keinen Fall infrage stellt, ist nicht wegzudiskutieren, dass das Versetzen eines Fahrradunterstellplatzes zwar Kosten zulasten der Stadt Ochsenfurt verursacht hat, die aber letztlich nicht von ihr zu vertreten sind.
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