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  • Baden-Württemberg
  • Nachlese
29.10.2019

Besucherzentrum wird noch teurer

Extrawünsche und gestiegene Baupreise sorgen für Kostenexplosion

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Was ist passiert?

Ruhestein. Der Bau des neuen Besucherzentrums im Nationalpark Schwarzwald wird immer teurer. Im Jahr 2014 wurde mit Gesamtbaukosten von rund 25,5 Mio. Euro (inklusive einer Risikovorsorge über 3 Mio. Euro) kalkuliert. Bereits bei knapp 32 Mio. Euro lagen die Schätzungen dann im Sommer 2016. Enthalten sind hierin die Kosten für die öffentliche Erschließung mit 4 Mio. Euro, weitere 2 Mio. Euro sollten für Parkplätze und zusätzliche 3 Mio. Euro für die Dauerausstellung und die Inneneinrichtung erforderlich sein. Insgesamt beliefen sich die Schätzungen für das Gesamtprojekt im Sommer 2016 und im Sommer 2017 auf rund 37 Mio. Euro. Die Schätzung beinhaltet 2 Mio. Euro für die Errichtung eines Hauses für pädagogische Zwecke.

Auch diese Prognosen sind inzwischen überholt. Laut einer aktuellen Aufstellung des baden-württembergischen Finanzministeriums werden die Kosten für das Gesamtprojekt nach derzeitiger Einschätzung alles in allem rund 50 Mio. Euro betragen – sie liegen damit um rund 36 Prozent höher als noch vor zwei Jahren angenommen. Allein die Baukosten für das Besucher- und Informationszentrum werden inzwischen mit 35,5 Mio. Euro beziffert.

Laut Ministerium sind die Gründe dafür unter anderem gestiegene Baupreise, aber auch im Planungsverlauf geänderte Vorgaben. Dazu gehört z. B. die Vorgabe, den Neubau weitestgehend als Holzbau zu realisieren und die heimische Weißtanne zu verwenden. Darüber hinaus seien Umplanungen aufgrund von Änderungen der rechtlichen Vorgaben (z. B. bei der Technik) nötig gewesen. Immerhin hat die baden-württembergische Landesregierung für die Zukunft eine optimierte Kostensteuerung im staatlichen Hochbau angekündigt.

Foto: Daniel Rauber on Unsplash

Der Bund der Steuerzahler meint

Es ist eingetreten, was zu befürchten war: Das Besucherzentrum im Nationalpark Schwarzwald wird immer teurer. Zu hoffen bleibt, dass die beabsichtigte optimierte Kostensteuerung in Baden-Württemberg künftig wirkt. Dann hätte sich die Kritik des Bundes der Steuerzahler gelohnt.

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Autor des Artikels

Michael Beyer

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Bemerkungen :

  • user
    Alexander Bold 11/11/2019 um 16:58

    Ich finde Ihren Beitrag sehr freundlich. Mutmaßlich verbirgt sich hinter "gestiegenen Baupreisen und Auftragsänderungen", dito Nachträgen, eine Tragikkomödie und Farce menschlicher Unbedarftheit, schlechter Planung, erfolgloser Projektsteuerung, Schludrigkeit, sowie administrativer und politischer Dreistheit.


    Rückwirkend und künftig werden Sie auch ein weites Feld finden, die Entwicklung der Kosten der Nationalparkverwaltung, ihrer aufgeblasenen Organisationsstruktur und ihrer überbordenden Kaffeetisch‪-Kontroll- und Beiratsgremien kritisch zu würdigen.

  • user
    Heinrich 29/10/2019 um 18:33

    Etikettenschwindel Nationalpark;


    jeden Tag werden Menschengruppen durch den Schwarzwald-Nationalpark geführt, die dort nie hingegangen wären.


    Es werden Angebote gemacht im Wald zu übernachten, wo niemand übernachtet hätten, und vieles mehr.


    Dass dies nicht, wie es uns die Grünen, der NABU, der BUND weismachen wollen den Tieren dient, kann man nachvollziehen.


    Es dient den selbsternannten Naturschützern zur Selbsbeweihräucherung, und vielleicht gibts ja auch noch einen Adelstitel dafür.


    Wir könnten einen anderen Namen nehmen; z.B. National-Europapark, also eine neue Spielwiese für Menschen, dann würde es den dort stattfindenden Aktionen gerecht werden.


    Das dies was dort oben passiert der Natur, den Tieren dienen soll, ist für mich schlichtweg eine Lüge.