
Bei „GoMeVo“ ging das Licht aus
Die umstrittene Online-Plattform „GoMeVo“ wurde abgeschaltet
Was ist passiert?
Schwerin (MV). In der Ausgabe 2022/23 stand eine vom Land Mecklenburg-Vorpommern gegründete Online-Handelsplattform zum ersten Mal im Schwarzbuch. Dieses Portal hatte man in der Coronapandemie für rund eine Mio. Euro eingerichtet. Dort konnten sich lokale Unternehmen mit ihren Produkten präsentieren, als während der Einschränkungen durch die Lockdowns die Geschäfte und Lokale geschlossen waren. MV als „Shopping-Marke“ und der Innenminister als der „Jeff Bezos von MV“?
Das Unterfangen ging schief. Nur 20 Shops waren damals angemeldet. Im Jahr 2022 wurde auf der Plattform ein Umsatz von insgesamt 1.714,48 Euro erwirtschaftet. Doch das hielt die Landesregierung nicht davon ab, das Produkt „weiterzuentwickeln“ und weiteres Steuergeld in die Idee zu versenken. Aus dem „Marktplatz MV“ wurde „GOMEVO“ (Go, Mecklenburg-Vorpommern). Das war – wen wundert es – trotz weiterer Zuschüsse genauso wenig erfolgreich.
Immer wieder hatte der BdSt MV diesen staatlich finanzierten Wirtschaftsflop kritisiert und eine Beendigung des Projekts gefordert. Unterstützt wurde diese Forderung zuletzt durch die TV-Sendung „Mario Barth deckt auf!“. Kurz nach den Recherchen der Redaktion – auch der BdSt MV kam in der Sendung zu Wort – verkündete der zuständige Innenminister das endgültige Aus für die Plattform. Insgesamt hat sie rund 1,5 Mio. Euro Steuergeld verschlungen. Im Frühjahr 2025 wurde „GOMEVO“ endlich eingestellt. Gut so.
Foto: Website GOMEVO.de
Der Bund der Steuerzahler meint
Das ganze Projekt „Online-Handelsplattform“ ist mit Ansage krachend gescheitert. Auch wenn das Anliegen, die Unterstützung von kleinen und mittelständischen Unternehmen in der Pandemie, dem Grunde nach vielleicht eine gute Sache war: Gut gemeint ist eben nicht immer gut gemacht.
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