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  • Schleswig-Holstein
  • Verschwendung droht
27.10.2020

Aus Fehlern nichts gelernt?

Nach Scheitern vor 20 Jahren soll es wieder eine Wohnungsgesellschaft richten

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Was ist passiert?

Kiel (SH). Wie in vielen städtischen Ballungsgebieten fehlt es auch in der schleswig- holsteinischen Landeshauptstadt an kostengünstigem Wohnraum für Singles und Familien mit geringem Einkommen. Der Anteil der Sozialwohnungen geht zurück. Was liegt da näher, als eine eigene Wohnungsgesellschaft zu gründen, die diese Probleme löst, dachte sich die Mehrheit in der Kieler Ratsversammlung.

Doch eine genaue Problemanalyse zeigt, dass die Schwachstellen woanders liegen. Es gibt genügend private und genossenschaftliche Anbieter, die in Kiel gern weiteren Wohnraum schaffen würden, doch fehlen geeignete Grundstücke, auf denen sie preisgünstig bauen können. Hohe stadtplanerische und bauliche Standards steigern die Baukosten zusätzlich. Genehmigungen lassen auf sich warten. An diesen Problemen wird auch ein städtisches Unternehmen nicht vorbeikommen. Es gibt lediglich einen weiteren Interessenten für die raren Grundstücke.

Vollkommen vergessen haben die Kieler Politiker offenbar auch, dass sie 1999 heilfroh waren, ihre damalige Wohnungsbaugesellschaft mit mehr als 10.000 Wohnungen überhaupt zu einem ansehnlichen Verkaufserlös veräußern zu können. Die überwiegend sozial gebundenen Wohnungen waren in einem desolaten Zustand und wiesen eine ungünstige Mieterstruktur auf. Folge:

Die Gesellschaft war unwirtschaftlich. Ähnliches droht nun auch der neuen KiWoG, die zunächst mit einer Bareinlage von 1 Mio. Euro und allen geeigneten städtischen Grundstücken ausgestattet wird. In den nächsten 10 Jahren soll die Bareinlage der Stadt auf 10 Mio. Euro steigen, weitere Fehlbeträge sind laut Ratsvorlage nicht ausgeschlossen. Zunächst strebt man einen Immobilienbestand von 1.000 Mietwohnungen an, im Endausbau sollen es bis zu 4.000 werden. Wie das erreicht werden kann, ohne auf dem engen Markt andere – wirtschaftlich erfolgreichere – Akteure zu verdrängen, bleibt das Geheimnis der Ratsversammlung.

Foto (Symbolbild): Adryanah/Pixabay 

Der Bund der Steuerzahler kritisiert

schleswig-holstein@ steuerzahler-sh.de

 

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Autor des Artikels

Rainer Kersten

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