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  • Mecklenburg-Vorpommern
  • Verschwendung droht
07.07.2022

30-Millionen-Deal um das Ostseestadion?

Verhandlungen um das Ostseestadion könnten teuer werden

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Aktuelle Entwicklung

Der Deal um das Ostseestadion, traditionsreiche Spielstätte des FC Hansa, ist ins Wanken geraten. Kürzlich hat das Land angekündigt, nicht die Sanierungskosten übernehmen zu wollen. Damit scheint der Kauf des Stadions durch die Hansestadt nicht durchführbar zu sein, denn schließlich war dies eine Bedingung seitens der Bürgerschaft. Darüber berichtete die Ostsee-Zeitung Anfang Juni.

Mit 14 Mio. Euro hatte Hansa die Höhe der anstehenden Sanierungskosten beziffert. Eingeweihte schüttelten darüber nur den Kopf. Denn seit dem Jahr 2000 wurde das Stadion nur notdürftig repariert. Der tatsächliche Aufwand dürfte bei ca. 38 Mio. Euro liegen.

Obwohl sich das Land dem durch die Hansestadt präferierten Modell zunächst wohlwollend gegenüber zeigte, scheint sich der Wind an der Küste nun gedreht zu haben. Nicht erst mit der Krise durch den Krieg in der Ukraine muss Mecklenburg-Vorpommern den Gürtel in Zukunft deutlich enger schnallen.

Was ist passiert?

Rostock (MV). Der F.C. Hansa Rostock ist ein Fußball-Traditionsverein. Das ganze Land liebt seinen FCH, so heißt es. Bei Heimspielen schwenkt sogar die Ministerpräsidentin ihren Fan-Schal.

Zehn Jahre spielte der F.C. Hansa erstklassig, stieg dann in die zweite und später in die dritte Liga ab. Im Frühjahr 2021 gelang dem Club sein Wiederaufstieg in die zweite Bundesliga. So wechselvoll die Geschichte des Clubs ist, so begleitet ihn seit der Wende doch eine Konstante: Über die Jahre musste der F.C. Hansa immer wieder finanziell gerettet werden. Seit 1995 fließen dafür immer wieder Mittel aus Landesbürgschaften oder es gibt einen Steuererlass. Auch als sich ein privater Großfinanzier findet, kann der Fußballverein sich nicht aus dem Schuldenkellerhochspielen. Mittlerweile ist der Schuldenberg über 23 Mio. Euro hoch.

Außerdem ist das Stadion in die Jahre gekommen und muss saniert werden. Die Rettung soll die Übernahme des Ostseestadions durch die Hansestadt Rostock sein – für satte 15 Mio. Euro. Für die Spielstätte, die der Verein einst für eine symbolische D-Mark von der Stadt übernommen hatte, soll eine Pacht an die Stadt gezahlt werden. Die jährlichen Mieteinnahmen werden davon abhängen, in welcher Liga der Verein spielt. Und für die Sanierung soll das Land weitere 14 Mio. Euro zuschießen.

Dass Gespräche darüber stattfinden, bestätigten alle Beteiligten bereits hinter der Hand, schweigen sich ansonsten jedoch aus und verweisen auf die bevorstehende Gründung einer Arbeitsgruppe. Wird der Deal gemacht, fließen also mindestens 30 Mio. Euro Steuergeld in einen in der Regel hochprofitablen Sport.

Rostock legte zuletzt einen ausgeglichenen Haushalt vor, plant mit der Bundesgartenschau 2025 und weiteren Projekten aber Großes. Fließen allerdings 30 Mio. Euro nur für den FCH, wird dieses Geld womöglich an anderer Stelle fehlen, wie zum Beispiel bei der Jugendarbeit. Auch andere Vereine könnten darunter leiden.

Alles in allem ist es eine teure Entscheidung auf Kosten der Steuerzahler. Dies umso mehr, da die Auswirkungen der Pandemie für die kommunalen Haushalte erst später stark zu spüren sein werden.

Foto: Michaela Skott

Der Bund der Steuerzahler fordert

Der F.C. Hansa Rostock hat im Land großen Rückhalt. Zweifellos macht der Verein beispielsweise gute Jugendarbeit und selbstverständlich kann das Land in Zusammenhängen wie diesen unterstützen. Doch die Steuerzahler sollten nicht für seine Umschuldung aufkommen, sondern der Verein muss deutlich mehr Anstrengungen unternehmen, private Investoren zu finden.

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Autor des Artikels

Michaela Skott

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