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6 Mio. € für staatliche Reisebüros

Bundesregierung gibt 6 Mio. € für staatliche Reisebüros

Unsere Kritik

6 Mio. € für staatliche Reisebüros

Bundesregierung: Damit die Mitarbeiter der Bundesverwaltung ihre Urlaube oder Kuren zu günstigen Konditionen buchen können, gibt es derzeit acht Sozialwerke auf Bundesebene. Auch Wanderwochen, Motorradfreizeiten, Sprachreisen oder Singlereisen im In- und Ausland gehören zum Angebot nicht nur für aktive, sondern auch für ehemalige Mitarbeiter. Die Sozialwerke werden jährlich mit mindestens 6 Mio. Euro über den Bundeshaushalt subventioniert.

Folgende Sozialwerke existieren derzeit: Das Sozialwerk des Auswärtigen Amts, das Sozialwerk der Bundesfinanzverwaltung, das Sozialwerk der Bundesverwaltung für Verkehr, Bau- und Wohnungswesen, das Bundeswehr-Sozialwerk, das Sozialwerk der Inneren Verwaltung des Bundes, das MachMit! Sozialwerk, das Sozialwerk des Bundeskanzleramtes und schließlich das hauseigene Betreuungswerk des Bundesnachrichtendienstes. In diesen Sozialwerks-Vereinen arbeiten derzeit rund 350 hauptamtliche und circa 110 ehrenamtliche Bundesbedienstete, die ihre Diensträume während ihrer regelmäßigen Arbeitszeiten unentgeltlich für die Belange der Sozialwerke nutzen dürfen und dafür vom Dienst befreit werden – die Gehälter werden dabei fortgezahlt. Fazit: Reiseschnäppchen- und Rabattjäger auf Steuerzahlerkosten!   

Für die vergleichsweise gut situierten Beamten zahlen sich die Steuerzahler-Subventionen aus, liegen doch die Monatsbeiträge bei maximal 3,50 Euro – steuerlich abzugsfähig versteht sich, womit die Sozialwerke auch offensiv werben. So können etwa beim Sozialwerk der Bundesfinanzverwaltung Kurse wie Yoga auf Sylt oder Pilates im Schloss Hohenaschau günstig gebucht werden. Die Ministerien subventionieren vor allem Kuren und Kinderfreizeiten.

Für den Bund der Steuerzahler ist jedoch klar, dass es nicht die Aufgabe der Steuerzahler ist, Reisebüro-Vereine der Beamten zu subventionieren. Bei diesen staatlichen Zuschüssen besteht kräftiges Einsparpotenzial. 


Hintergrund

Die seit den 1950er Jahren gegründeten Sozialwerke des Bundes waren anfänglich Selbsthilfeeinrichtungen der Bundesbediensteten. Doch über die Jahrzehnte haben die Ministerien ihre Fürsorgepflicht für die Beamten ausgedehnt – die Alimentations-Mentalität uferte aus, obwohl die Sozialwerke keinen gesetzlichen Anspruch auf Steuer-Zuschüsse haben.


Bild: i-picture/Fotolia

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Autor des Artikels

Sebastian Panknin

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