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Düsseldorfer U-Bahnlinie wird nochmals teurer

Weitere Baukostensteigerung auf 929 Mio. Euro nach Eröffnung.

Was ist passiert

Düsseldorfer U-Bahnlinie wird nochmals teurer

Düsseldorf. Die Bauarbeiten für die 3,4  km lange U-Bahn-Strecke „Wehrhahnlinie“ in Düsseldorf begannen im November 2007, eröffnet wurde sie im Februar 2016. In dieser Zeit schaffte es die Wehrhahnlinie zwei Mal ins Schwarzbuch des Bundes der Steuerzahler. Der Grund: Schon während der Bauphase war auf die Berechnungen der Stadt Düsseldorf kein Verlass gewesen.

Ursprünglich sollte die Wehrhahnlinie 650  Mio.  Euro kosten. 2011 stiegen die Kosten auf 748  Mio.  Euro, Ende 2012 dann auf 782  Mio. Euro. Zur Eröffnung im Jahr 2016 nannte die Stadt Kosten von 843  Mio. Euro. Anfang 2018 kam die Schlussrechnung und damit die bittere Wahrheit auf den Tisch: Die Wehrhahnlinie war nochmals teurer geworden. Letztlich zahlen die Bürger für zwei Haltepunkte und sechs U-Bahnhöfe nun 929  Mio. Euro und damit 280  Mio.  Euro mehr als geplant. Deutlich wird: Das Projekt wurde anfangs „schöngerechnet“, damit Bürger und Politik zustimmen.

Die Gründe, die die Stadt für die Baukostensteigerungen nennt, können den Bund der Steuerzahler nicht überzeugen. Überraschungsfunde wie Bodendenkmäler, Rohre, Leitungen und Hindernisse sind beim Bau von U-Bahnen so überraschend nicht. Auch mit neuen Brandschutzvorschriften und umfangreichen Sicherungsmaßnahmen der Baumaßnahme in einem intensiv genutzten Umfeld kann man rechnen. Die als Hauptgrund genannte Preisgleitklausel in den Verträgen ist zudem eine durchaus gängige Vertragsklausel. Und genau daher sollte die Stadt auch wissen, dass es bei einer mehrjährigen Baustelle aufgrund dieser Klausel in aller Regel zu einer Preissteigerung kommt.

Foto: Bärbel Hildebrand

Der Bund der Steuerzahler kritisiert

Viele Risiken hätten von vornherein mit in die zu erwartende Bausumme eingepreist werden müssen, um eine größtmögliche Kostenklarheit und Kostenwahrheit gegenüber den Bürgern zu erreichen.

Alternative Investitionen

Für 280 Mio. Euro bekäme eine Stadt eine ganze Niederflurwagenflotte.

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Autor des Artikels

Andrea Defeld

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Kommentare (2)

  • Helmut FRIEDRICH
    Helmut FRIEDRICH
    am 06.11.2018
    wann endlich werden diese offensichtlich der Mathematik unfähigen Personen für ihre Fehler zur Rechenschaft gezogen ???
    • BdSt NRW
      BdSt NRW
      am 08.11.2018
      Das vorhandene Instrumentarium reicht leider nicht, um Steuergeldverschwender zur Rechenschaft zu ziehen. Um das zu ändern, müssen wir extrem dicke Bretter bohren - schließlich sind die Politiker, die eine solche Regelung treffen müssen, auch diejenigen, die von ihr betroffen wären...

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