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App-Flop zur Fußball-WM

Wegweiser-App zur Fußball-WM fand kaum Nutzer

Was ist passiert

App-Flop zur Fußball-WM

Bund. Es sollte ein zweites Sommermärchen werden: die Fußball-WM 2018. Der deutsche Fußballtraum platzte jedoch bereits in der Vorrunde. Zeitgleich floppte eine Web-App der Bundesregierung, die Fußball-Fans einen klimafreundlichen Weg zu Public-Viewing-Standorten zeigen sollte.

„Green Public Viewing“ hieß die durch das Bundesumweltministerium finanzierte Internetseite. Hinter der Web-App steckte eine simple Idee: Fußballfans können ihren Standort oder eine Startadresse sowie die gewünschte Reisedauer eingeben, die Seite liefert dann eine Auswahl an Public-Viewing-Orten in der Nähe und die Anfahrtswege mit dem Rad, zu Fuß, mit Bus und Bahn. Wie das Umweltministerium auf Nachfrage des Bundes der Steuerzahler mitteilte, war das Ziel dieser steuerfinanzierten App, dass „Nutzer […] dazu ermutigt werden, klimafreundlich mit dem ÖPNV oder mit dem Fahrrad dorthin zu gelangen“. Mit 516  Public-Viewing-Spots in 84  Städten, die deutschlandweit in der App erfasst wurden, sei dieses Ziel erreicht worden. Ein weiteres Ziel sei gewesen, eine möglichst große Aufmerksamkeit auf die App zu lenken, was laut Ministerium dank einer breiten Presseberichterstattung gelungen ist. Zudem seien allein über die Social-Media-Kanäle des Umweltministeriums rund 50.000  Nutzer direkt erreicht worden.

Die tatsächliche Nutzung der Wegweiser-App hingegen fiel bescheiden aus, wie eine Anfrage des BdSt im Umweltministerium ergeben hat. Danach war die App während der WM rund sechs  Wochen online. In dieser Zeit wurden rund 1.400  Nutzer gezählt, die Seite www.greenpublicviewing.de wurde insgesamt rund 3.400  Mal aufgerufen. Diese Zahlen stellen auch das Ministerium nicht zufrieden, wie es auf Nachfrage einräumen muss: „Wir hatten selbstverständlich gehofft, dass die Zahl der Nutzer […] eine andere Größenordnung erreicht.“

Kosten für den App-Flop: voraussichtlich rund 130.000  Euro. Damit hat die App pro Aufruf der Seite www.greenpublicviewing.de rund 40  Euro gekostet – pro erfassten Nutzer sogar rund 90  Euro.

Foto: Philipp Behm

Der Bund der Steuerzahler meint

Der App-Flop war ein teurer Spaß zur WM. ÖPNV-Verbindungen zum nahegelegenen Biergarten mit Fußball-Leinwand lassen sich problemlos mit Gratis-Apps auf dem Smartphone finden – ganz ohne Steuergeld und Unterstützung aus dem Umweltministerium zu Transportmöglichkeiten.

Alternative Investitionen

Für 130.000 Euro hätten rund 10.000 Fußbälle zur Förderung des Sport-Nachwuchses gekauft werden können.

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Philipp Behm

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