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Dekor für „Gorch Fock“

Über 100.000 Euro für Deko-Nietköpfe ausgegeben

Was ist passiert

Dekor für „Gorch Fock“

Bei der Sanierung der „Gorch Fock“ wurden über 100. 000 Euro ausgegeben für das Aufschweißen von extra hergestellten Nietköpfen, die nur der Dekoration dienen. Das hat das Bundesverteidigungsministerium zugegeben.

Zum Hintergrund: Als die Gorch Fock 1958 in Hamburg gebaut wurde, sind die Rumpfplatten miteinander vernietet worden. Die typische Optik wird durch die nach außen runden Nietköpfe geprägt. Bei der Sanierung hat man seit 2016 – wie heute allgemein üblich – die Rumpfplatten miteinander verschweißt. Nietköpfe gibt es jetzt nicht mehr. Doch die Marineführung legte großen Wert auf die traditionelle Optik und hat deswegen extra Nietköpfe anfertigen lassen, die nur zur Zierde aufgeschweißt worden sind. Kosten pro Stück: zunächst 110 Euro, wegen der großen Anzahl reduzierte sich der Stückpreis später auf 75 Euro pro Deko-Nietkopf. Überprüft und abgesegnet wurden diese Mehrkosten für die Dekoration durch das zuständige Marinearsenal in Wilhelmshaven. 

Mehr Informationen zum Skandal rund um die "Gorch Fock" gibt's hier auf schwarzbuch.de.

 

Foto: Symbolbild (es sind nicht die Nieten der "Gorch Fock" zu sehen) von Larry Costales auf Unsplash

Der Bund der Steuerzahler meint

Es wird immer zweifelhafter, ob es der Marineführung tatsächlich um ein Ausbildungsschiff für künftige Seeoffiziere geht, oder nicht doch vorwiegend um ein Prestigeobjekt. Denn der Ausbildungsbedarf für Seeoffiziere wird in Deutschland immer geringer: Kürzlich wurden bei den Eckwertebeschlüssen zum Bundeshaushalt 2020 weitere geplante Marineschiffe aus der Kabinettsvorlage gestrichen.

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Autor des Artikels

Rainer Kersten

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Kommentare (5)

  • Harmanna Zevenberg
    Harmanna Zevenberg
    am 17.04.2019
    Über solche Fehlgriffe kann ich mich nicht mehr aufregen. Hier macht jeder was er will, kostet ja "nur " Steuergeld.
    Für wichtiges ist angeblich kein Geld da, echt komisch, wenn es nicht so traurig wäre.
    Wir benötigen in der BRD unbedingt ein Gremium die solche Ausgaben verhindert.
  • Volker Anhalt
    Volker Anhalt
    am 17.04.2019
    Mir ist absolut schleierhaft, wieso der Leiter des Marinearsenals Wilhelmshaven und die gesamtverantwortliche Ministerin von der Leyen noch im Amt sind. Diese Leute gehören auf der Stelle entlassen, vor Gericht gestellt und wie jeder andere Dieb oder Veruntreuer von Geldern, die ihm nicht gehören, abgeurteilt. Leben wir eigentlich in Deutschland noch in einem funktionierenden Rechtsstaat?
  • Andreas Rochow
    Andreas Rochow
    am 17.04.2019
    Wenn man bedenkt, wofür Hans-Georg Maaßen gehen musste, stinkt die Veruntreuungs-Affäre Ursula von der Leyen gen Himmel! Dass der Steuerzahler für falsche Nieten auch noch 1000 Euro pro Stück bezahlen soll, ist hanebüchen und zeigt, was im Verteidigungsministerium los ist!
  • Erich R. Büdenbender
    Erich R. Büdenbender
    am 18.04.2019
    Hallo, Herr Kersten,

    Sie dürfen meinen Artikel von gestern auch gerne
    veröffentlichen.

    MfG

    Erich R. Büdenbender
  • Johannes-Georg Knorr
    Johannes-Georg Knorr
    am 18.04.2019
    Nein! da kann einen nichts mehr wundern. Für den Norddeutschen Trachtenverein der Söldnerarmee Deutschlands die überall auf der Welt mitmischen will ist nichts zu teuer und zu schade. Schmeiß doch das Geld gleich zum Fenster raus. Da stehen die Flüchtlinge und denen fliegen die gebratenen Hähnchen gleich in Maul. Und alles auf unsere Kosten!

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