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Fernwärmeprojekt wird zum Draufzahlgeschäft

Stadtwerke Zwiesel: 1 Million Euro in Fernwärmeprojekt verbrannt

Was ist passiert

Fernwärmeprojekt wird zum Draufzahlgeschäft

Einen Reinfall erlebten die Stadtwerke Zwiesel, ein Eigenbetrieb der Stadt Zwiesel,  mit ihrem Fernwärmeprojekt. Anstatt damit Geld zu verdienen, wurde es zu einem Verlustgeschäft in Millionenhöhe.

Zwiesel. In der knapp 10.000 Einwohner zählenden Stadt Zwiesel im Landkreis Regen war der Bau eines Hackschnitzelheizwerks geplant. Zu diesem Zweck wurden ohne genügende Grundlagenermittlung Fernwärmeleitungen, die nicht zwingend erforderlich waren, verlegt. Für das Leitungsnetz wurden weit mehr als 2 Mio. Euro verbaut, wovon nach Abzug staatlicher Zuschüsse ca. 1,7 Mio. Euro  bei der Stadt Zwiesel verbleiben.

Da der 2011 neu gewählte Bürgermeister schnell erkannt hatte, dass „mit dem Fernwärmeprojekt etwas nicht stimmen konnte“, wurde eine rund 40.000 Euro teure, weitere Wirtschaftlichkeitsberechnung für die Errichtung des Biomasseheizwerks erstellt. Aufgrund der Erkenntnisse hieraus – das Defizit des Betriebszweigs Fernwärme würde sich weiter erhöhen und kein adäquates Anschlusspotenzial sei zu generieren – wurde der Bau eines neuen Fernwärmeheizwerks nicht realisiert.

Dennoch wurde der neue Betriebszweig „Fernwärme“ für die Stadtwerke Zwiesel zu einem wirtschaftlichen Desaster. Die Gesamtverluste aus diesem Projekt belaufen sich für die Jahre 2011 bis 2015 auf 1.013.144 Euro und steigen mit jedem weiteren Betriebsjahr. Ursachen für dieses Defizit waren u. a. fehlerhafte Grundlagenermittlung  beim Wärmebedarf, falsche betriebswirtschaftliche Berechnungen, zu große Dimensionierung der Fernwärmeleitung sowie fehlende vertragliche Absicherung von potenziellen Abnehmern und Kunden vor dem Leitungsbau.

Offenbar hat man in Zwiesel aus diesem „Draufzahlgeschäft“ jedoch nichts gelernt, denn die Einstellung des Betriebszweigs „Fernwärme“ wird nach wie vor von einer großen Mehrheit der Werkausschussmitglieder und auch vom Stadtrat abgelehnt. Eine Trendwende ist derzeit nicht in Sicht.

Der Bund der Steuerzahler urteilt

Eine millionenteure Fehlinvestition, die ihresgleichen sucht.

Grund der Verschwendung
50 %
80 %
20 %
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Autor des Artikel

Maria Ritch

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