Es ist Zeit Ihren Browser upzudaten!

Ihre Browserversion ist zu alt und wird von dieser Webseite nicht unterstützt. Es kann deshalb zu fehlerhaften Darstellungen von Inhalten kommen.

Darum sollten Sie updaten:
  • Webseiten laden schneller
  • Webseiten werden korrekt und schöner angezeigt
  • Sie surfen sicherer und sind besser gegen Phishing-Angriffe geschützt
Schließen


Besuchen Sie uns

Ein Angebot vom BDST
  • Schleswig-Holstein
  • Brücken, Straßen und Verkehr

Aus Umgehungsstraße wird Buckelpiste

Neue Straße nach nur 18 Monaten wieder gesperrt

Aktuelle Entwicklung

Sanierung der Buckelpiste abgeschlossen

Nach Angaben des Kreises Nordfriesland ist die Buckelpiste bei Husum für den Verkehr wieder freigegeben worden. Die Straße, welche den Husumer Stadtteil Rödemis vom LKW-Verkehr zum Außenhafen entlasten soll, war über 3 Jahre gesperrt. Die notwendigen Sanierungsarbeiten und die Glättung der Buckelpiste dauerten hingegen nur wenige Monate. Es fehlen noch die Straßenmarkierungen an den Fahrbahnrändern. Diese werden aber bis spätestens Ende April 2019 angebracht.

Die Sanierungskosten von rund 2,1 Millionen Euro übernimmt größtenteils die Versicherung des Bauunternehmers. Der Kreis Nordfriesland beteiligt sich mit rund 200.000 Euro an der Sanierung der Buckelpiste.

Zu hoffen ist, dass nicht erneut Gründungs- und Berechnungsfehler dazu führen, dass Norddeutschlands bekannteste Straße wieder zu einer Buckelpiste wird.

Was ist passiert

Aus Umgehungsstraße wird Buckelpiste

Husum. Nach einem Jahr Bauzeit wurde am 20. November 2013 die neue Umgehungsstraße für den Husumer Stadtteil Rödemis eingeweiht. Ihre wichtigste Aufgabe war die Anbindung des Gewerbegebiets „Außenhafen“ an die B  5, und mit der rund einen Kilometer langen Piste sollte der LKW-Verkehr aus dem innerörtlichen Bereich herausgehalten werden. Kosten: 4,2  Mio.  Euro.

Doch die vom Kreis Nordfriesland gebaute Straße musste schon im April 2015 wieder voll gesperrt werden, weil sich die Fahrbahn auf der Hälfte der Strecke wellenförmig gesenkt hatte. Selbst mit der zwischenzeitlich verhängten Geschwindigkeitsbegrenzung auf 30  km/h war kein sicherer Straßenverkehr möglich.  Als Gründe für das Malheur gab der Kreis auf unsere Anfrage Berechnungsfehler und Gründungsfehler im bis zu 4 Meter tiefen moorigen Untergrund an. Zwar war die Straße auf immerhin 2.000  Betonsäulen errichtet worden, doch selbst dieser Aufwand hatte offensichtlich nicht ausgereicht.

Um langwierige Gerichtsprozesse zu vermeiden, einigten sich der Kreis und die Baufirmen auf ein Sanierungskonzept für rund 2,1  Mio. Euro netto. Den größten Teil übernehmen Versicherer, doch der Kreis muss aus Eigenmitteln mindestens 200.000  Euro beisteuern.

Es sind aber nicht nur die verlorenen Gelder, die die Steuerzahler ärgern. Mindestens genauso ärgerlich ist, dass durch den Planungsfehler eine wichtige, neu erbaute Straße vier  Jahre lang überhaupt nicht genutzt werden konnte.

Foto: Kreis Nordfriesland 

Der Bund der Steuerzahler meint

Wir hoffen, dass aus den Planungsfehlern gelernt wurde und die neue Straße die übliche Nutzungsdauer von mehreren Jahrzehnten hat.

Fragen an den Autor

Autor des Artikels

Rainer Kersten

E-Mail schreiben
Sag uns deine Meinung

Teil uns mit, was du denkst!

Kommentare (0)

Keine Kommentare gefunden!

Neuen Kommentar schreiben

Die mit dem (*) gekennzeichneten Felder sind Pflichtfelder und müssen ausgefüllt werden. Der Kommentar erscheint unter Angabe Ihres Namens auf unserer Internetseite, die E-Mailadresse wird nicht veröffentlicht.