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Was nicht passt, wird passend gemacht

Neue Brücke ist zu flach und muss angehoben werden

Was ist passiert

Was nicht passt, wird passend gemacht

 Erstmals konnten die Emder Bürger das „Fehntjer Tief“, den Stadtkanal im Herrentorviertel, 1954 überqueren. Fast 40 Jahre lang verrichtete die Holz-Stahlkonstruktion erfolgreich ihren Dienst. 1993 musste die Brücke allerdings erstmals erneuert werden. Die Wahl fiel auf eine Holz-Leimbinderkonstruktion. Trotz regelmäßiger Brückenprüfungen sowie Ausbesserung der Mängel war der stetig fortschreitende Verfall der hölzernen Brücke nicht aufzuhalten. Die Stadt Emden beschloss daher im August 2018, die Brücke nach nur 25 Jahren abermals zu ersetzen und zu einer Stahlkonstruktion zurückzukehren. Die Ausschreibung ergab Baukosten von circa 137.000 Euro. 

Schon kurz vor Weihnachten 2018 waren die Brückenbauarbeiten nach einmonatiger Bauzeit abgeschlossen. Zunächst schien auch alles in Ordnung, doch als die Sportbootfahrer der Emder Wassersportvereine Mitte April in die Saison starten wollten, staunten einige von ihnen nicht schlecht. Ihre Boote konnten die „Schiefe Tille“ nicht mehr wie gewohnt passieren. Sie passten einfach nicht mehr darunter hindurch. Um auf die andere Seite der Brücke zu gelangen, hätten die Bootsführer einen zweistündigen Umweg in Kauf nehmen müssen.

Dass die Durchfahrtshöhe der neuen Brücke im Vergleich zu ihrer Vorgängerin 35 cm niedriger ausfiel, musste schließlich auch der verantwortliche Bau- und Entsorgungsbetrieb Emden (BEE) einräumen. In den Ausschreibungsunterlagen und den Ausführungsplanungen sei keine Maßangabe für die einzuhaltende Durchfahrtshöhe enthalten gewesen, weshalb sich das mit der Umsetzung beauftragte Planungsbüro an dem Maß der ersten Brücke von 1954 orientiert habe. Die Höhenveränderungen im Rahmen des ersten Neubaus 1993 blieben dabei unbeachtet. Dem Bund der Steuerzahler versprach der BEE, derartige Planungen künftig stets im „Vier-Augen-Prinzip“ zu begleiten.

Zumindest konnte der BEE schnell mit einer Problemlösung aufwarten: Im Mai wurde die rund 14 Tonnen schwere Konstruktion mittels hydraulischer Pressen wie mit einem Wagenheber angehoben und anschließend unterfüttert. Danach wurden die Pflasterungen auf beiden Uferseiten angepasst, sodass die Brücke weiterhin barrierefrei überquert werden kann. Kosten des vermeidbaren „Brücken-Liftings“: 10.000 Euro.

 

Foto: Gaby Wolf

Der Bund der Steuerzahler meint

Die schnelle Lösung in allen Ehren. Dennoch wäre das Malheur durch den Einsatz von Zollstock und Maßband wohl zu verhindern gewesen.

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Autor des Artikels

Jan Vermöhlen

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