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Steuergeld in die Luft geblasen

Monheim am Rhein will Kreisverkehr mit einem künstlichen Geysir aufpeppen

Was ist passiert

Steuergeld in die Luft geblasen

Monheim am Rhein. Die Stadt Monheim hat Geld, viel Geld. Durch niedrige Gewerbesteuerhebesätze konnte die Kommune in den vergangenen Jahren zahlreiche Unternehmen anlocken und sich dadurch entschulden. Bislang war der Bund der Steuerzahler des Lobes voll für die Stadt, doch nun droht dort Verschwendung.

Geplant ist nämlich, an dem vielbefahrenen Kreisverkehr Kriescherstraße/Kapellenstraße einen Geysir zu errichten, der in bestimmten Abständen eine Wasserfontäne in die Luft bläst. Ausgedacht hat sich den Geysir ein mehrfach ausgezeichneter Schweizer Künstler. „Diese Arbeit überzeugt durch eine stimmige Atmosphärendichte, zeigt einen innovativen, aufgelösten Skulpturbegriff und greift in überraschender, und so in Deutschland noch nicht als Kunstwerk umgesetzter Weise das Element Wasser auf. Der ,Monheimer Geysir‘ soll zukünftig mit seinen ,Ausbrüchen‘ Einwohner und Einwohnerinnen sowie Besucher der Stadt gleichermaßen begrüßen”, so die Begründung der interfraktionellen Auswahlkommission, die sich von externen Kunstexperten beraten ließ.

„Ist ein Geysir in einem Kreisverkehr nicht gefährlich?“, wird sich so mancher Bürger fragen. Doch für Sicherheitsbedenken hat die Stadt Monheim eine Lösung parat: Um die Verkehrssicherheit während der Ausbrüche des Geysirs zu gewährleisten, wird eine Ampel errichtet. Sie soll verhindern, dass Bürger mit ihren Autos in den Kreisverkehr einfahren, während die Geysirfontänen sprudeln. Geysir und Ampel sollen geschätzte 415.000  Euro kosten. Hinzu kommen Folgekosten von 6.000  Euro jährlich für Instandhaltung und Wartung der Brunnentechnik, für Strom, Abwasserkosten und Kosten der Garten- und Landschaftsbaupflege. Mit 23  Ja-Stimmen zu 13  Nein-Stimmen des zuständigen Ausschusses ist der Geysir von Monheim bereits beschlossene Sache.

Doch wie oft und ab wann werden die Bürger den Ausbruch des Geysirs erleben können? Dies steht noch nicht fest, so die Stadt. Abzuwarten sei auch noch das Ergebnis einer Machbarkeitsstudie. Bis zum Redaktionsschluss des Schwarzbuchs lag noch keine Aussage des Gutachters vor.

Über Kunst kann man bekanntlich streiten – nicht jedoch über den Sinn und Zweck eines Kreisverkehrs. Seine Aufgabe, den Verkehr fließend und ohne Stau durch einen Knotenpunkt zu führen, wird in Monheim mit einem ampelbewehrten „Geysir-Kreisel“ ad absurdum geführt.

Foto: Andrea Defeld

Der Bund der Steuerzahler meint

Offensichtlich ist die Stadt so reich, dass sie nicht weiß, wohin mit dem Geld. Anders kann man sich die Gestaltungspläne für den Kreisverkehr am Rhein nicht erklären.

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Autor des Artikels

Andrea Defeld

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