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Militärhistorischer Museums-Krimi

Militärhistorischer Museums-Krimi

Was ist passiert

Militärhistorischer Museums-Krimi

Bund/Dresden. Das Gebäude des Militärhistorischen Museums der Bundeswehr in Dresden (MHM) ist spektakulär. Der historische Bau wurde nach Plänen des Star-Architekten Daniel Libeskind umfassend umgebaut und im Jahr 2011 neu eröffnet. Seither hat sich das MHM, das dem Verteidigungsministerium untersteht, mit seinen kulturhistorischen Ausstellungen einen Namen gemacht und gehört zu den vier großen historischen Museen der Bundesrepublik.

Die jüngste Sonderausstellung „Gewalt und Geschlecht. Männlicher Krieg – Weiblicher Frieden?“ übertrifft die bisherigen Ausstellungen in Bezug auf die Fläche und die Kosten: Rund 1.000  Exponate auf einer Fläche von rund 1.900  qm werden in den Gebäuden gezeigt. Und mit einem Kunstparcours unter freiem Himmel ist die Ausstellung rund drei Mal so groß wie die sonst im MHM üblichen Ausstellungen. Größer als geplant sind auch die Kosten: Ursprünglich waren 1,18  Mio. Euro vorgesehen. Im Sommer dieses Jahres hat das Museum selbst die Kosten auf 2,98  Mio. Euro geschätzt. Das Gesamtbudget wurde demnach deutlich um 1,8  Mio. Euro überschritten.

Wie konnte das alles so weit kommen? Fest steht: Die Ausstellung wurde größer als ursprünglich geplant und die Kosten zu gering angesetzt, wie das Museum auf Nachfrage des Bundes der Steuerzahler mitteilt. So wurden zum Beispiel die Ausgaben für das Leihen der Exponate zunächst nicht angemeldet. Auch die Kosten für die Klimatisierung einer Halle, die erheblich nachgebessert werden musste, um die wertvollen Leih­exponate nicht zu gefährden, waren nicht eingeplant worden. Vorläufiger spektakulärer Höhepunkt des Museumskrimis war die kurzfristige Verschiebung der für September 2017 geplanten Eröffnung – aus „organisatorischen, technischen und finanziellen“ Gründen, wie die Museumsleitung dem BdSt mitteilte. In der Presse ist zudem von einem kontroversen internen Diskussionsprozess über die Ausstellung und die Ausrichtung des Museums zu lesen. So oder so: Interne Gründe sind schuld an der Verzögerung.

Klar ist, dass sie den Steuerzahler teuer zu stehen kommen: Das Museum bestätigt rund 60.000  Euro Mehrkosten allein durch die Verschiebung der Ausstellungseröffnung. Dazu kommen weitere Kosten. So war geplant, die Ausstellung „Clash of Futures“ im Anschluss an die Schau „Gewalt und Geschlecht“ im Museum zu zeigen. Die Ausstellung wurde gestrichen. Jedoch: Bis Ende 2017 waren bereits rund 630.000  Euro als Vorleistung in diese Ausstellung investiert worden, wie das Museum dem BdSt mitteilte. Das Museum bestätigte rund 53.000  Euro de facto „verlorene“ Kosten durch die Absage der Ausstellung. Lediglich ein rund 1.000-seitiger  Ausstellungskatalog ist geplant, der 2019 publiziert werden soll.

Unsere Rechnung sieht so aus: Die – bestätigten – Mehrkosten wegen der Verschiebung der Ausstellung „Gewalt und Geschlecht“ und der Absage der Ausstellung „Clash of Futures“ betragen insgesamt rund 100.000  Euro. Die tatsächlichen Mehrkosten der Absage der Ausstellung sind allerdings noch höher, lassen sich jedoch nicht genau beziffern, da diese Kosten sowohl der Ausstellungsplanung als auch der Erstellung des Katalogs zuzurechnen sind – immerhin betragen diese nicht klar trennbaren Kosten stattliche 420.000   Euro.

Foto: Andreas Weber

Der Bund der Steuerzahler meint

Von einem Museum in der Verantwortung der Bundeswehr darf eine präzise Planung erwartet werden.

Alternative Investitionen

Für rund 100.000 Euro hätte Dutzenden Schulklassen ein Ausflug in das Militärhistorische Museum in Dresden finanziert werden können.

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Philipp Behm

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