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Der teure Semperoper-Intendant, den es nicht wirklich gab

Kultur kostet Geld. Keine Kultur auch, wenn man sich nicht an die Spielregeln hält.

Was ist passiert

Der teure Semperoper-Intendant, den es nicht wirklich gab

Dresden. Ein Dienstherr sollte sich vor der Unterzeichnung eines Dienstvertrages im Klaren sein, wie seine Bediensteten miteinander arbeiten und welche Kompetenzen er wem zuordnet. Bei den Kulturverantwortlichen in Dresden herrschte diese Klarheit offensichtlich nicht. Erst im Nachhinein stellte man fest, dass die Konzepte des Intendanten und des Orchesterchefs nicht zueinander passten. Der Versuch, den Konflikt mittels fristloser Kündigung des Intendantenvertrages zu lösen, schlug fehl. Der klagende Intendant bekam erstinstanzlich vor dem Landgericht und auch in 2.  Instanz vor dem Oberlandesgericht Dresden Recht. Die Unwirksamkeit der Kündigung wurde im Jahr 2016 rechtskräftig festgestellt. Es folgten Vergleichsverhandlungen, um den 1,7  Mio. Euro schweren Fünfjahresvertrag des Intendanten aus der Welt zu schaffen.

Auf Anfrage des Bundes der Steuerzahler aus dem Jahre 2017 antwortete der Freistaat Sachsen, dass die juristischen Auseinandersetzungen andauern und der Umfang seiner Zahlungsverpflichtungen gegenüber dem Intendanten noch nicht bezifferbar sei. Am Ende steht jetzt eine Zahlungsverpflichtung, wonach der Intendant vom Freistaat Sachsen im Vergleichswege eine Abfindung in Höhe von 350.000 Euro erhält und alle angefallenen Gerichts- und Anwaltskosten vom Freistaat Sachsen übernommen werden. Obwohl die vollständige Offenlegung der Prozesskosten verweigert wird, dürften nach den bekannt gewordenen Fakten angefallene Gesamtkosten für den Rechtsstreit in Höhe von mindestens 30.000 Euro im Raum stehen.

Foto: pixabay.com

Der Bund der Steuerzahler meint

Verträge im Kunst- und Kulturbereich müssen besonders sorgfältig vorbereitet und präzise sein, damit interne künstlerische und konzeptionelle Konflikte nicht zu Lasten der Steuerzahler ausgetragen werden. Die Verantwortlichen müssen zur Rechenschaft gezogen werden.

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Autor des Artikels

Thomas Meyer

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