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U-Boote nicht einsatzbereit

Keines der sechs deutschen U-Boote zum Stückpreis von 500 Mio. Euro ist voll einsatzbereit

Aktuelle Entwicklung

BdSt hakt nach

Das Presse- und Informationszentrum der Marine hat uns in einer Pressemitteilung vom 7. November 2018 vorgeworfen, falsche Informationen zu verbreiten und veraltete Zahlen zu veröffentlichen. Unsere Daten stammen aber aus offiziellen Veröffentlichungen der Bundeswehr aus dem Sommer 2018. Darum haben wir mit einer Anfrage beim Leiter des Presse- und Informationszentrums der Marine in Rostock noch einmal nachgehakt. Unsere Anfragen finden Sie hier.

Was ist passiert

U-Boote nicht einsatzbereit

Eckernförde. Zum ersten und einzigen U-Bootgeschwader der deutschen Marine in Eckernförde gehören 850  Soldaten mit sechs  U-Booten, drei  Flottendienstbooten und einer  U-Boot-Unterstützungseinheit.

Obwohl die Boote mit ihrem Brennstoffzellenantrieb zu den modernsten Einheiten der NATO gehören, können sie derzeit an keinen Einsätzen teilnehmen. Nach einer Kollision auf einer Ausbildungsfahrt im Oktober 2017 lagen zwischenzeitlich alle Boote in der Werft oder warteten auf Ersatzteile. Mittlerweile wird eines der U-Boote getestet und ein weiteres steht für Ausbildungsfahrten zur Verfügung.

Doch die Einsatzverfügbarkeit der teuren Unterseeboote ist ohnehin mehr als mise­rabel: So hat ein U-Boot seit seiner Indienststellung 2005 nur eine große Einsatzfahrt in 13  Jahren erlebt, und U  31 hatte einen ununterbrochenen Werftaufenthalt von sage und schreibe vier  Jahren! So findet der regelmäßige Ausbildungsbetrieb – wenn überhaupt – nur im Simulator statt. Kein Wunder, dass diese desolate Situation auch Auswirkungen auf das Personal hat: Für insgesamt sieben  U-Boot-Besatzungen gibt es derzeit nur drei  Kommandanten. Wegen der nicht einsatzbereiten Boote konnten mehrere Anwärter bislang keine praktische Prüfung ablegen. Der Bund der Steuerzahler hat immer wieder öffentlich darauf hingewiesen, dass hier Milliardenwerte ungenutzt herumliegen.

Immerhin hat die Marine jetzt mit einer Werft einen Rahmenvertrag für Instandsetzungen abgeschlossen. Künftig will sie bei Ausbildung, Ersatzteilvorhaltung und Reparaturen stärker mit Norwegen zusammenarbeiten, das über die gleichen U-Boote verfügt. 

Foto: Bundeswehr

Der Bund der Steuerzahler fordert

Wir fordern, dass die Einsatzbereitschaft der teuren Spezialschiffe deutlich verbessert wird. Werftaufenthalte müssen verkürzt und Ersatzteile schneller beschafft  werden, damit die teuren U-Boote wieder ihren Zweck erfüllen.

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Autor des Artikels

Rainer Kersten

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Kommentare (2)

  • Elena
    Elena
    am 08.11.2018
    Leider veraltete Fehlinformationen. Weder die Behauptung, es seien keine U-Boote einsatzbereit, noch dass Kommandanten auf eine Ausbildung warten würden, ist korrekt. Tatsächlich hat der Autor offensichtlich sogar die Anzahl der Soldaten des 1. U-Boot-Geschwaders falsch recherchiert. Dass zu diesem Geschwader auch drei Flottendienstboote gehören, die mitsamt ihrer Besatzung voll einsatzfähig sind, wird ebenfalls mit keinem Wort erwähnt. Vom BdSt bin ich eigentlich gründlichere Recherche und bessere Berichterstattung gewohnt, und hoffe das sich die gewohnte Qualität auch bald in diesem Artikel wiederfindet.

    Hochachtungsvoll, E.
  • Rainer Kersten
    Rainer Kersten
    am 09.11.2018
    Sehr geehrte Elena,

    am 03.07.2018 (also vor etwa 4 Monaten) schreibt das Presse- und Informationszentrum Marine in einer Pressemitteilung anlässlich des Kommandowechsels selbst, dass zum 1. Ubootgeschwader in Eckernförde "rund 850 Soldatinnen und Soldaten" gehören. Die drei Flottendienstboote und die Unterstützungseinheit erwähnen wir gleich im ersten Absatz unseres Schwarzbuch-Beitrages!
    Wir haben niemals behauptet, dass Kommandanten "auf ihre Ausbildung warten". Wir haben nur darauf hingewiesen, dass es aktuell nur drei "geprüfte" Kommandanten gibt. Dieses wird von der Marine indirekt bestätigt, wenn sie schreibt, das derzeit drei Uboot-Besatzungen zur See fahren.
    Für uns ist aber "können zur See fahren" (können eigenständig aus dem Hafen auslaufen) nicht gleich "einsatzbereit". Einsatzbereit ist für uns ein Kriegsschiff nur dann, wenn es an militärischen Operationen der Bundeswehr oder der Nato teilnehmen kann, also voll ausgestattet ist und über eine Besatzung mit abgeschlossener Einsatzausbildung verfügt. Das ist bislang nicht der Fall.
    Und so sieht der neue Kommandant des 1. Ubootgeschwaders, Fregattenkapitän Timo Cordes, seine Hauptaufgabe auch darin, "die Einsatzbereitschaft personell und materiell wieder deutlich zu erhöhen" (Quelle: o.g. Pressemitteilung der Marine). Nichts anderes haben wir gefordert!
    Die Marine hat uns in der Reaktion auf unsere Kritik vorgeworfen, falsche Informationen zu verbreiten. Sie hat ab die vermeintlich richtigen Zahlen nicht genannt. Darum bleiben wir an der Sache dran und haken nach.

    Mit freundlichen Grüßen
    Rainer Kersten

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