Es ist Zeit Ihren Browser upzudaten!

Ihre Browserversion ist zu alt und wird von dieser Webseite nicht unterstützt. Es kann deshalb zu fehlerhaften Darstellungen von Inhalten kommen.

Darum sollten Sie updaten:
  • Webseiten laden schneller
  • Webseiten werden korrekt und schöner angezeigt
  • Sie surfen sicherer und sind besser gegen Phishing-Angriffe geschützt
Schließen


Besuchen Sie uns

Ein Angebot vom BDST
  • Niedersachsen
  • Erfolge

Luxus-Radweg gestoppt

Intakten Radweg für fast eine halbe Million Euro ersetzen? Nicht mit uns!

Was ist passiert

Luxus-Radweg gestoppt

Lüneburg. Der Ersatzneubau eines 860  m langen Geh- und Radwegabschnitts auf der Westseite der Uelzener Straße in Lüneburg sollte 452.000  Euro kosten, also rund 525  Euro pro Meter. Die Hansestadt hätte davon nur rund 20  Prozent aus eigenen Finanzmitteln bezahlen müssen, die übrigen 80  Prozent sollten aus Fördermitteln des Kommunalinvestitionsprogramms des Bundes kommen. Diese hohe Bundesförderung war möglicherweise auch der ausschlaggebende Faktor, der die Hansestadt überhaupt einen Ersatzneubau an dieser Stelle in Betracht ziehen lassen hat. Die Fehlanreize durch Mischfinanzierungen hat der Bund der Steuerzahler auch im Schwarzbuch wiederholt kritisiert.

Der Zustand des bisherigen Radwegs kann jedenfalls durchaus als gut bezeichnet werden. Lediglich auf einem kurzen Abschnitt kommt es bei Regen infolge
einer Absenkung zu Pfützen, die im Winter zu Glatteis führen können. Eine gezielte Sanierung des entsprechenden Abschnitts kann diesen Umstand einfach und schnell beheben. Zudem wäre es für den Steuerzahler auch deutlich günstiger, wie ein Blick auf die andere Seite der Uelzener Straße zeigt: Der Geh- und Radweg auf der Ostseite soll nämlich für lediglich 150  Euro pro Meter saniert und zudem etwas verbreitert werden. Für die reine Sanierung eines weiteren Abschnitts sind sogar nur 80  Euro pro Meter vorgesehen.

Diese Bedenken gegen den Neubau des Radwegs brachte der Bund der Steuerzahler bei der Lüneburger Verwaltungsspitze vor. Mit Erfolg! Bereits kurz danach nahm die Lüneburger Verwaltung von dem Neubauvorhaben an der Uelzener Straße Abstand und empfahl dem städtischen Verkehrsausschuss, andere Verkehrsbaumaßnahmen vorzuziehen. Unter anderem können die Mittel nun dafür eingesetzt werden, potenzielle Unfallgefahrenpunkte in der Lüneburger Innenstadt zu entschärfen. Damit ist den Radfahrern und Fußgängern der Hansestadt sicher besser gedient als mit dem Ersatzneubau eines intakten Geh- und Radwegs.

Der Bund der Steuerzahler meint

Es muss nicht immer gleich etwas Neues sein! Bei der Entscheidung über Sanierung oder Neubau sollte stets die wirtschaftlichere Variante den Vorzug erhalten.

Alternative Investitionen

Mit den 452.000 Euro könnte man Bestandsradwege mit einer Länge von über 5 km sanieren.

Fragen an den Autor

Autor des Artikels

Jan Vermöhlen

E-Mail schreiben
Sag uns deine Meinung

Teil uns mit, was du denkst!

Kommentare (0)

Keine Kommentare gefunden!

Neuen Kommentar schreiben

Die mit dem (*) gekennzeichneten Felder sind Pflichtfelder und müssen ausgefüllt werden. Der Kommentar erscheint unter Angabe Ihres Namens auf unserer Internetseite, die E-Mailadresse wird nicht veröffentlicht.