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Kein deutsches U-Boot einsatzbereit

Für die 500-Millionen-Euro-Boote fehlen Ersatzteilen und Reparaturkapazitäten

Was ist passiert

U-Boote nicht einsatzbereit

Die deutsche Marine verfügt über sechs hochmoderne U-Boote zum Stückpreis von 500 Mio. Euro. Die Krux: Keines dieser Schiffe, die gerade einmal zehn Jahre alt sind, ist einsatzbereit! Es fehlt an Ersatzteilen und Reparaturkapazitäten. Wenn alles gut geht, soll ein Boot im Sommer 2018 wieder in See stechen können.

Im Einzelnen: Seit 2005 hat die deutsche Marine ihre in Eckernförde stationierte U-Boot-Flotte auf den neuen hochmodernen Typ 212 A umgestellt. Diese deutsche Entwicklung gilt als das modernste nicht-nukleare Unterseeboot der Welt: Es kann bis zu drei Wochen unter Wasser bleiben und erzeugt dabei keinerlei Geräusche, Wärme oder Abgase, sodass es für den Feind nicht zu orten ist. Diese Eigenschaften werden von der NATO sehr geschätzt, um verdeckte Operationen im östlichen Mittelmeer, im Indischen Ozean oder im Nordatlantik durchzuführen. Doch die deutsche Marine kann nicht helfen.

Alle U-Boote befinden sich in Wartung oder Reparatur. Problem: Es gibt keine reguläre Ersatzteilbevorratung. Immer wenn ein Spezialteil ausgetauscht werden soll, muss dieses erst neu beschafft und hergestellt werden. Das kann Monate bis Jahre dauern. Inzwischen sind sogar die Liegeplätze auf der Kieler Bauwerft knapp geworden. Über Weihnachten hatte die Marine die nicht fahrbereiten U-Boote nach Eckernförde schleppen lassen, um Bewachungskosten zu sparen.

Jetzt gibt es Licht am Horizont: „U 31“ befindet sich auf Testfahrten zur Erprobung. Wenn alles gut geht, kann auf diesem Boot die Einsatzausbildung Ende März beginnen. Doch eine volle Einsatzbereitschaft ist frühestens 2019 möglich, weil die Besatzung bis dahin ausgebildet werden muss. Übrigens: Dieses Boot ist als erstes im Jahr 2005 in Dienst gestellt worden. Seitdem hat es nur eine größere Einsatzfahrt erfolgreich absolviert. Ansonsten lag das Schiff im Heimatstützpunkt Eckernförde oder in der Werft in Kiel.

 

Foto: Bundeswehr

Der Bund der Steuerzahler meint

Dass von gerade einmal zehn Jahre alten Schiffen, die für 3 Mrd. Euro beschafft worden sind, nicht ein einziges einsatzbereit ist, ist ein Armutszeugnis für die Bundesrepublik Deutschland und ein Desaster für die Steuerzahler.

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Autor des Artikel

Rainer Kersten

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